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Cycling in Mallorca — Cap Formentor peninsula with sea views
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Mallorca vs. Costa Blanca: Welches Rennradziel passt zu dir?

Zwei der besten Wintersonnenziele Europas für Rennradfahrer im direkten Vergleich. Welches passt besser zu deinem Niveau, deinen Reisedaten und deinen Zielen?

Mallorca-Highlight

Sa Calobra — Pidcocks KOM: 22:46

Costa Blanca-Highlight

Coll de Rates — Pogačars Rekord: 11:51

Mallorca-Saison

Feb.–Mai und Okt.–Nov.

Costa Blanca-Saison

Okt.–Apr.

Mallorca-Basis

Pollença oder Palma

Costa Blanca-Basis

Calpe

Wenn du zwischen Mallorca und der Costa Blanca für eine Rennradreise wählen musst, stehst du bereits gut da — beide sind exzellent. Aber die Erlebnisse sind sehr verschieden, und die richtige Wahl hängt davon ab, was du suchst. Mallorca hat den größeren Namen und das extremere Gelände. Die Costa Blanca ist kompakter, die Innenstrecken sind qualitativ hochwertiger und sie hat sich still und leise zur Trainings-Destination der Wahl für europäische Profi-Teams entwickelt. Hier ist, was du wissen musst.

Die Anstiege

Mallorcas Paraderouten — Sa Calobra, Cap Formentor, Puig Major, Sa Batalla — gehören zum Dramatischsten, was der Rennradsport zu bieten hat. Sa Calobra ist eine Straße der Extraklasse: 9,5 Kilometer, 496 Höhenmeter, in die Klippen über einer Schlucht gemeißelt. Tom Pidcocks KOM liegt bei 22 Minuten 46 Sekunden. Solche Straßen vergisst man nicht.

Die Anstiege der Costa Blanca sind in ihrem Charakter anders. Coll de Rates ist gleichmäßiger und sauberer. Port de Tudons länger und abgelegener. Cumbre del Sol über Calpe bietet Meerblick aus 532 Metern. Keine dieser Strecken erreicht die dramatische Höhe von Sa Calobra — aber sie sind gut ausgebaut, abwechslungsreich und zu längeren Schleifen mit weniger Touristenverkehr verknüpft.

Wenn extremes Gelände Priorität hat, gewinnt Mallorca. Wenn du gute Trainingsstraßen mit gleichmäßigem Rhythmus und wenig Touristenverkehr suchst, ist die Costa Blanca im Vorteil.

Saison und Wetter

Beide Ziele sind im Winter und Frühling am besten. Mallorcas Hochsaison für Rennradfahrer läuft von Februar bis Mai — der frühe Frühling ist die Hauptreisezeit, wenn Profi-Teams für erste Saisonrennen ankommen. Oktober und November sind ebenfalls gut.

Die Costa Blanca hat ein etwas längeres Fenster. Oktober bis April ist die Saison, mit November bis Februar als bester Kombination aus milden Temperaturen und leeren Straßen. Der Unterschied in der Praxis ist gering — beide sind starke Winterziele — aber die niedrigere Höhenlage der Costa Blanca macht die Wintertemperaturen dort etwas zuverlässiger als in den mallorquinischen Bergen.

In beiden Zielen ist es im Juli und August zu heiß zum Fahren.

Anreise und Fortbewegung

Mallorca (PMI) ist einer der meistfrequentierten Flughäfen Europas mit Verbindungen von fast überall. Die Insel ist groß genug, dass du für wechselnde Startpunkte ein Mietauto brauchst, obwohl Pollença und Palma beide als Einzelbasis gut funktionieren.

Alicante (ALC) für die Costa Blanca ist in der Wintersaison gut aus Nordeuropa erreichbar. Calpe ist kompakt genug, dass ein Auto optional ist — du kannst von einer zentralen Unterkunft aus zu allem hinfahren. Für viele Radfahrer ist diese Einfachheit ein echter Vorteil: ankommen, auspacken, fahren.

Rennradverleih gibt es an beiden Zielen, wobei Mallorca mehr Optionen und höherwertige Auswahl hat. Das eigene Rad mitzubringen ist an beiden Orten problemlos.

Für wen welches Ziel passt

Mallorca passt zu Radfahrern, die die Strecken aus der Grand-Tour-Berichterstattung fahren wollen, auf echte Höhe klettern möchten und eine schöne mediterrane Inselatmosphäre schätzen. Die Infrastruktur für Radfahrer ist ausgezeichnet, und die Geländevielfalt — von flachen Küstenrundfahrten bis zu den steilen Bergstraßen der Serra de Tramuntana — bietet Fahrern aller Niveaus die richtige Herausforderung.

Die Costa Blanca passt zu Radfahrern, die fokussiertes Trainingsfahren suchen, die Nähe zu Profi-Teams wollen und eine kompaktere, weniger touristisch geprägte Basis bevorzugen. Calpe im Januar ist wirklich ruhig. Der Kaffee ist besser. Die Straßen im Xaló- und Guadalest-Tal sind ausgezeichnet und selten überfüllt.

Unser Urteil

Erste Reise? Mallorca. Der Name trägt aus gutem Grund noch immer am meisten Gewicht — das Gelände ist abwechslungsreicher, die Landschaft dramatischer und die Rennradinfrastruktur besser etabliert. Sa Calobra ist eine der großen Straßen im Rennradsport.

Zweite Reise oder wenn Training Priorität hat? Costa Blanca. Weniger Touristen auf den Straßen, fokussierteres Gelände, einfachere Logistik ab Calpe und womöglich der bessere Kaffee. Dass Profi-Teams das Gebiet für Wintertrainingslager wählen, ist kein Zufall.