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Coll de Rates von der Parcent-Seite — die Serpentinen ziehen sich durch Pinienwald hinauf zum Gipfel auf 626 m über Calpe und dem Mittelmeer.
Teil vonCosta Blanca 5-Day Trip — Day 2
Costa Blanca, Spanien

Calpe und Coll de Rates — Pogačars Klassiker

Schwer
117 km
Distanz
2.054 m
Elevation
100% Asphalt
Oberfläche
Calpe, Costa Blanca
Start
Okt - Mai
Beste Saison
Profil

Über diese Route

← Costa Blanca Cycling Guide

Die Referenzstrecke an der Costa Blanca, die um den Coll de Rates herum führt - einer der am meisten analysierten und gefahrenen Anstiege im Profiradsport. 6,43 km bei 5,5 %, Kategorie 2, beliebt bei WorldTour-Teams, die in der Region überwintern. Tadej Pogačar hält den Strava KOM mit 11:57. Die 117 km lange Strecke führt über La Fustera, einen 4 km langen Anstieg der Kategorie 3, und zurück durch die Weinberge und Küstenhügel der Marina Alta.

Wir sind diese Strecke im März 2026 gefahren und es hat sich bestätigt, was die Radsportgemeinde an der Costa Blanca bereits weiß: Diese Strecke ist das Maß aller Dinge in dieser Region.

La Fustera fängt du fast sofort am Ortsausgang von Calpe ein - ein Anstieg der Kategorie 3, der sich alles andere als unbedeutend anfühlt. Die Steigung ist gleichmäßig und konstant, mit einigen geschwungenen Kurven, die du nach oben tragen, bevor du die Aussicht genießen können. Etwa auf halber Höhe öffnet sich die Straße wie ein Balkon: Calpe und das Mittelmeer breiten sich unter dir aus, die Fahrer hinter dir sind auf der Straße unter deinen Rädern zu sehen. Einer dieser Momente, die einen mitten in der Anstrengung stoppen.

Port de Bèrnia ist ein Anstieg, den viele unterschätzen. Die durchschnittliche Steigung sieht auf dem Papier überschaubar aus - aber hinter dieser Zahl verbergen sich viele flache und unebene Abschnitte im unteren Teil. Wenn der eigentliche Anstieg auf den letzten Kilometern kommt, wird er hart. Das steile Stück sind die Kilometer 31 bis 33, die im Schnitt fast 9 % haben, mit einer Rampe von 14 %. Ich sehe das nur selten, aber ich habe einen Radfahrer überholt, der sein Rad diesen Abschnitt hinaufschob. Die Aussicht vom Pass entschädigt dafür - die gesamte Küste der Costa Blanca liegt unter uns, dramatische Kalksteinklippen auf beiden Seiten.

Die Abfahrt ins Jalón-Tal und die Fahrt durch das Weinland nach Parcent ist einer der Höhepunkte dieser Strecke - Mandelbäume, Olivenhaine, fast kein Verkehr. Parcent liegt am Fuße des Coll de Rates und ist der natürliche Zwischenstopp davor.

Den Coll de Rates selbst bin ich in einem kontrollierten, gleichmäßigen Tempo gefahren. Hier sind immer andere Radfahrer unterwegs, was es leicht macht, ein Rad zu finden und einen Rhythmus zu finden. Mit zunehmender Höhe öffnen sich die Blicke, und der obere Abschnitt ist eine der schönsten Strecken der Costa Blanca. Ein Tipp: In der letzten Märzwoche 2026 wurde auf dem Coll de Rates nagelneuer Asphalt verlegt. Er ist makellos. Oben ist der Tag noch nicht vorbei. Die Haarnadelabfahrt zurück nach Parcent ist die berühmte, aber unsere Route überquert den Pass und fällt stattdessen auf der anderen Seite ab, Richtung Tàrbena, durch engere und technischere Kurven. Dann steigt sie wieder. Der Port de Sa Creueta erhebt sich aus dem Tal von Tàrbena - 7,5 km mit 3,5 %, am steilsten auf den ersten drei Kilometern. Mit 777 Metern ist er der höchste Punkt der ganzen Strecke, höher als der Coll de Rates. Dort oben anzukommen, mit Rates schon in den Beinen, ist das, was diese Runde schwerer macht, als ihr Profil vermuten lässt. Die Belohnung ist eine Abfahrt, die mit Unterbrechungen über zwanzig Kilometer läuft: hinunter an Castell de Castells vorbei, dann das Tal entlang durch Benigembla und zurück nach Parcent. Auf dem Heimweg hielten wir in Xaló in einem Café mit Außenplätzen. Velosol war an diesem Tag geschlossen - ein Versuch bei einem anderen Besuch lohnt sich.

Tommy Nielsen
Recherchiert und gefahren von Tommy Nielsen
12 years on the bike across Norway, Mallorca and the Alps.·Zuletzt verifiziert 11.06.2026

Kilometer für Kilometer

0–13 km: Calpe und La Fustera

Küstenstraßen nordwärts aus Calpe hinaus und direkt in den ersten Anstieg. La Fustera ist 3,97 km mit 4,9 %, Kategorie 3 - das Aufwärmen und der Übergang von der Küste ins Gebirge. Oben sind es 265 Meter, erreicht um km 12,5, und die Sierra de Bèrnia füllt den Blick nach vorn bereits aus.

13–35 km: Benissa und Port de Bèrnia

Hinunter auf 190 Meter, durch Benissa und dann die lange Anfahrt zum Port de Bèrnia: 14,4 km mit 2,4 % im Schnitt, was auf dem Papier täuscht. Zwölf Kilometer sind flach oder leicht ansteigend. Das eigentliche Klettern sind km 31 bis 33 - zwei Kilometer mit rund 9 % und einer Rampe von 14 % - und dann wird es vor dem Pass auf 621 Metern wieder flacher. Die Abfahrt Richtung Pinos ist schmal und technisch.

35–52 km: Jalón-Tal bis Parcent

Wellige Straßen durch das Weinland des Jalón-Tals - Mandelbäume, Weinberge und stille Dörfer. Velosol in Xaló kommt um km 45. Parcent liegt am Fuße des Coll de Rates und ist der letzte verlässliche Halt davor.

52–58 km: Coll de Rates

6,43 km mit 5,5 %, 347 Höhenmeter, Kategorie 2, Passhöhe 627 Meter. Pogačar hält den KOM bei 11:57, also 32,3 km/h. Eine gleichmäßige, machbare Steigung, die ruhiges Tempo belohnt. Merke dir, wo du bist: km 58 von 117, die Hälfte des Tages.

58–71 km: Tàrbena und Port de Sa Creueta

Unsere Route überquert den Pass und fällt auf der anderen Seite Richtung Tàrbena ab - enger und technischer als die berühmten Parcent-Kehren - und erreicht den tiefsten Punkt bei 507 Metern. Dann steigt sie wieder: Port de Sa Creueta, 7,49 km mit 3,5 %, am steilsten auf den ersten drei Kilometern. Der Pass auf 777 Metern ist der höchste Punkt der gesamten Strecke.

71–96 km: Castell de Castells bis Parcent

Eine lange Abfahrt vom Sa Creueta an Castell de Castells vorbei um km 76, dann das Tal hinunter durch Benigembla und zurück nach Parcent - wo das Blanca Bikes Base Camp Café liegt, diesmal mit 21 km Rest statt 65.

96–117 km: Xaló und heimwärts

Durch Xaló und den Rest des Weinlands, dann über die Küstenhügel - drei kurze Anstiege von 250 bis 270 Metern - und hinunter nach Calpe.

Galerie

Karte und Höhenprofil

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Wichtige Anstiege

Die Anstiege, die wir hervorheben (Costa Blanca)
3,97 km
Distanz
4,9 %
Ø-Steigung
194 m
Höhengewinn
Wie lange brauchst du für La Fustera? Ansicht auf Strava
14,41 km
Distanz
2,4 %
Ø-Steigung
445 m
Höhengewinn
Wie lange brauchst du für Port de Bèrnia?
🏆 Anthon Charmig — 24:31
Ansicht auf Strava
6,43 km
Distanz
5,5 %
Ø-Steigung
347 m
Höhengewinn
Wie lange brauchst du für Coll de Rates? Den Anstieg ansehen
🏆 Tadej Pogačar — 11:57 (19 December 2025)
Ansicht auf Strava

Port de Sa Creueta

Cat 3
7,49 km
Distanz
3,5 %
Ø-Steigung
304 m
Höhengewinn
Ansicht auf Strava
Highlights
  • •Coll de Rates zur Halbzeit — Der klassische Anstieg von Parcent. 6,4 km im gleichmäßigen Rhythmus auf Asphalt, den viele für den besten an der Costa Blanca halten. Er endet bei km 58 von 117, also die Hälfte des Tages, nicht das Ziel. Der Anstieg, den die Weltspitze als Wintermaßstab vor der Tour-Saison nutzt.
  • •Port de Bèrnia zuerst — Ein Anstieg mit zweigeteiltem Profil: 12 km flach oder leicht steigend, dann zwei Kilometer mit rund 9 Prozent und einer Rampe von 14. Das steile Stück liegt zwischen km 31 und 33. Danach wird es flacher, und die letzten Kilometer zum Pass sind ruhig.
  • •Stempeluhr an Fuß und Gipfel — Eine physische Stempeluhr an beiden Enden des Coll de Rates lässt dich deine Zeit ohne Strava prüfen. Die Stempelkarte ist gratis und landet als Beweis in der Trikottasche.
  • •Verlässlicher Café-Rhythmus — Velosol Cycling Bar fünf Kilometer vor Beginn des Anstiegs; Blanca Bikes Base Camp Café in Parcent, 21 km vor Ziel. Beide sind für Radler gemacht, kein Touristentrubel drumherum.
  • •Wintertrainingsgelände — Calpe ist Europas Winter-Basis — Oktober bis April mit klaren Morgen und leeren Straßen. UAE, Visma und das halbe WorldTour-Feld trainieren hier, und das ist eine der ersten Runden, die sie fahren.
Wichtig zu wissen
  • ⚠Profi-Trainingsverkehr im Winter — Von November bis März gehören die Straßen vor zehn Uhr den Profis. Bist du in einer kleinen Gruppe unterwegs, ziehen schnell 20–30 Fahrer vorbei, die Intervalle treten. Halt deine Linie und mach Platz.
  • ⚠Tàrbena-Abfahrt mit engen Kehren — Vom Coll-de-Rates-Gipfel rollst du nach Tàrbena durch Serpentinen, die wirklich technisch sind. Einheimische Autos kennen die Straße zu gut und schneiden Blindkurven — halte dich rechts.
  • ⚠Knapp 5 km der Strecke liegen über 6 Prozent — Du brauchst kein 34×32, um durchzukommen, aber 34×28 fühlt sich im Hochwinter angenehm an, wenn die Form noch nicht sitzt. Compact plus 28 hinten ist hier Standard.
  • ⚠Café Coll de Rates am Gipfel — offen, aber oft voll — Das Restaurant auf dem Pass serviert Kaffee, Wasser, Softdrinks und heiße Baguettes. Samstagvormittag im Februar triffst du zweitausend Radler gleichzeitig — fülle die Flaschen lieber bei Velosol.
  • ⚠Wasserstopps sind in der ersten Hälfte rar — Zwischen Start in Calpe und Velosol Cycling Bar (km 45) gibt es keine zuverlässigen Brunnen. Fülle zwei Flaschen, bevor du losfährst.
  • ⚠Winterkleidung: lange Ärmel im Januar–Februar, Weste bis Mai — Auch bei 18 °C am Tag liegen die Morgen am Coll-de-Rates-Gipfel bei 8–10 °C. Auf der Abfahrt frierst du übel, wenn du zu dünn unterwegs bist. Weste plus Armlinge ist das Minimum.
Café und Wasser
  • km 45
    Velosol Cycling Bar

    Fünf Kilometer vor Beginn des Coll-de-Rates-Anstiegs. Eine Espresso-Bar gemacht für Radler — Pumpen, Werkstattschlauch und warme Baguettes. Hol dir einen Cortado vor dem Anstieg.

  • km 96
    Blanca Bikes — Base Camp Café & Bike Rental

    Auf dem Rückweg nach Calpe, 21 km vor Ziel. Radverleih, Kaffee und informeller Treffpunkt für Radler in der Region. Betrieben von denselben Leuten, die einen Großteil der Coll-de-Rates-Inhalte online verfassen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Anstiege hat die Strecke?
Vier. La Fustera aus Calpe heraus (3,97 km mit 4,9 Prozent) wärmt die Beine. Port de Bèrnia ist 12 km flach und geht dann für zwei auf rund 9 Prozent. Coll de Rates kommt zur Halbzeit — 6,4 km gleichmäßiger Rhythmus bei 5,5 Prozent. Und der Port de Sa Creueta, aus Tàrbena heraus, ist 7,5 km mit 3,5 Prozent hinauf auf 777 Meter: der unbekannteste der vier, und der höchste.
Fahre ich den Coll de Rates von Parcent oder Bolulla?
Von Parcent. Das ist die klassische Seite — 6,4 km bei 5,5 Prozent Schnitt, der Asphalt, auf dem die Profis im Dezember testen. Die Auffahrt von Bolulla ist länger und sanfter, aber auch weniger interessant — sie ist für Leute, die Parcent fünfmal gefahren sind und etwas Neues suchen.
Was ist mit dem Tossal dels Diners?
Die optionale 2,5-km-Verlängerung auf Betonpiste, die direkt hinter dem Café Coll de Rates beginnt. Der Schnitt liegt über 10 Prozent, die steilsten Stellen bei 15–20. Unsere Strecke geht vom Gipfel weiter abwärts Richtung Tàrbena. Willst du den Diners mitnehmen, fahr den Abstecher als Stichfahrt vom Gipfel aus — rund 5 km und 300 Höhenmeter mehr.
Wer hält den Strava-KOM am Coll de Rates?
Tadej Pogačar, gesetzt am 19. Dezember 2025. Er nahm seiner eigenen Zeit von einem Jahr zuvor 24 Sekunden ab und ist der erste, der den Anstieg unter zwölf Minuten gefahren ist. Deshalb bekommt der Berg in der Radpresse mehr Aufmerksamkeit als die meisten 6-km-Anstiege — jeden Winter versuchen jüngere Profis, an die Bestzeit heranzukommen.
Wann ist die beste Jahreszeit für diese Strecke?
Oktober bis April. November bis Februar ist die beste Phase — milde Temperaturen, klare Morgen und sehr wenig Verkehr auf den Bergstraßen. März und April sind noch fein, aber wärmer, und ab März kommen die nordeuropäischen Teams in Schüben, mit denen du dir die Straße teilst.
Welche Übersetzung brauche ich?
Compact (50/34) vorn und 11/28 hinten ist Standard, aber 11/30 oder 11/32 gibt Komfort im Hochwinter, wenn die Form noch nicht sitzt. Die steilen zwei Kilometer am Port de Bèrnia, km 31 bis 33, liegen bei fast 9 Prozent und erreichen 14 — da bist du dankbar für 30 oder 32. Coll de Rates braucht kein 1:1, aber die letzten 1,5 km halten gleichmäßig 7 Prozent und können sich lang anfühlen, wenn du dich früh verausgabt hast.

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