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Rennradfahrer auf dem Anstieg nach Ronda durch die Serranía, Costa del Sol
Costa del Sol, Spain

Marbella - Ronda - Marbella

Episch
151.2 km
Distanz
2.898 m
Elevation
100 % Asphalt
Oberfläche
Marbella, Costa del Sol
Start
März - Mai · September - November
Beste Saison
epic
Schwierigkeit
151 Kilometer und knapp 2.900 Höhenmeter – das ist eine echte Königsetappe. Der Puerto del Madroño bildet das Herzstück: 19 zähe Kilometer von der Küste hinauf. Nach der Abfahrt nach Ronda warten auf dem Rückweg nach Marbella noch zwei weitere harte Anstiege.

Über diese Route

151,2 km und 2898 Höhenmeter von der Küste hinauf nach Ronda und zurück. Ein langer, gleichmäßiger Anstieg durch die Serranía de Ronda, dann eine windgepeitschte Hochebene mit fiesen kurzen Rampen, bevor es über butterweichen Asphalt zurück ans Mittelmeer rollt.

Der Anstieg nach Ronda war mein Lieblingsanstieg in der ganzen Gegend. Lang, erstaunlich gleichmäßig in der Steigung, kaum Verkehr – genau das Tempo, bei dem du dich einsortierst, die Kurbel rundtrittst und die Küste langsam hinter deiner Schulter verschwindet. Wir sind im März gefahren, mit okay Temperaturen und feinem Nieselregen auf der Auffahrt. Der Dunst hing in den Korkeichen und Pinien, und statt zu nerven, gab er dem Ganzen Atmosphäre. Man sitzt einfach drin und pedaliert nach oben.

Oben in Ronda wurden wir dann kurz zu Touristen. Man kommt an der El-Tajo-Schlucht einfach nicht vorbei – die Puente Nuevo, der Blick senkrecht hinunter, das ist einer dieser Momente, für die du absteigst, auch wenn die Beine noch kalt sind. Danach haben wir in der Stadt gegessen. Das Angebot an Restaurants und Cafés ist groß, die Qualität solide, wir haben ordentlich nachgetankt, bevor es wieder losging. Wenn du Zeit hast, lohnt sich ein kurzer Schlenker durch die Altstadt und an der Plaza de Toros vorbei.

Was ich unterschätzt hatte: die Rückfahrt. Nach Ronda kippt der Charakter der Runde komplett. Statt des ruhigen Anstiegs bekommst du eine lange, offene Hochebene, die auf den ersten Blick harmlos wirkt – lange Flachstücke, dazwischen immer wieder diese kurzen, knackigen Rampen, die an den müden Beinen sägen. Bei uns kam dann noch strammer Gegenwind dazu, und ehrlich gesagt war dieser Abschnitt für uns mindestens so zäh wie der Anstieg vorher. Dafür ist der Asphalt herrlich, und die Weite über die Dehesa hin zu den hintereinander gestaffelten Sierras entschädigt einiges.

Irgendwann kippt die Straße dann endlich, und der letzte Teil zurück nach Marbella ist das Geschenk für den Tag: fließende Kurven, guter Belag, und vorne taucht das Mittelmeer wieder auf. Wer einen echten Bergtag von der Costa del Sol aus sucht, bekommt hier genau das – mit einem ordentlichen Mittagessen in einer der schönsten Pueblos Andalusiens in der Mitte. Plan die Runde nicht zu knapp, die Hochebene kostet mehr Körner, als das Profil vermuten lässt.

Tommy Nielsen
Recherchiert und gefahren von Tommy Nielsen
12 years on the bike across Norway, Mallorca and the Alps.·Zuletzt verifiziert 25.06.2026

Kilometer für Kilometer

0–20 km: Raus aus Marbella

Durch die Urbanizaciones und Palmenalleen arbeitest du dich landeinwärts. Der Verkehr dünnt schnell aus, sobald die Straße zu steigen beginnt und die Küste hinter dir wegsackt.

20–56 km: Der Anstieg nach Ronda

Der regionale Klassiker. Lange, gleichmäßige Steigung durch Korkeichen und Pinien, kaum Autos. Im Frühjahr kann Nieselregen durch den Wald ziehen. Kopf runter, Rhythmus finden, hochspinnen.

56–68 km: Ronda und El Tajo

Oben angekommen wirst du kurz zum Touristen. Rollen zur Puente Nuevo, Blick in die Schlucht, dann rein in die Altstadt zum Essen. Großes Angebot an Cafés und Restaurants – ordentlich nachladen.

68–115 km: Hochebene mit kurzen Rampen

Jetzt zeigt die Runde ihr zweites Gesicht. Lange Flachstücke wechseln mit kurzen, harten Rampen, der Wind steht oft frontal. Der Asphalt ist traumhaft, die Aussicht über die Dehesa weit – aber die Beine wissen, was sie tun.

115–134 km: Übergang ins Küstengebirge

Die Straße beginnt zu fallen, die Landschaft wird wieder grüner und kleinteiliger. Erste Serpentinen, die Beine kommen langsam zurück, vorne ahnst du schon das Mittelmeer.

134–151,2 km: Abfahrt zurück nach Marbella

Flowige Abfahrt auf gutem Belag, mit dem Meer als Fixpunkt vor dir. Unten wieder rein in den Küstentrubel und ausrollen an der Promenade.

Galerie

Karte und Höhenprofil

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Wichtige Anstiege

Venta el Madroño climb

HC
18.9 km
Distanz
4.9%
Ø-Steigung
935m
Höhengewinn
🏆 42:52
Ansicht auf Strava

Puerto del Viento (desde Ronda)

Cat 2
11.2 km
Distanz
3.0%
Ø-Steigung
434m
Höhengewinn
🏆 19:22
Ansicht auf Strava

Puerto de las Abejas (por El Burgo)

Cat 3
6.5 km
Distanz
3.9%
Ø-Steigung
276m
Höhengewinn
🏆 11:41
Ansicht auf Strava
Highlights
  • Puerto del Madroño: 19 Kilometer Klettern von der Küste auf 1.069 m – genau die Rampe, die La Vuelta 2018 im Programm hatte. Lang, rhythmisch und gnadenlos.
  • Ronda und die Tajo-Schlucht: Die historische Stadt thront über einem 100 Meter tiefen Abgrund. Die legendäre Brücke Puente Nuevo ist die Landmarke, auf die du die gesamte erste Hälfte zupedalst.
  • Serranía de Ronda: Einsame, schmale und kurvenreiche Straßen durch wildes Bergland. Weiße Dörfer, Olivenhaine und praktisch null Verkehr.
  • Doppelschlag auf dem Rückweg: Puerto del Viento und Puerto de las Abejas halten den Druck auf den Pedalen hoch – lange nachdem du dachtest, das Gröbste sei geschafft.
  • Highspeed-Abfahrt zur Küste: Das finale Teilstück hinunter nach Marbella öffnet sich komplett – ein langer, schneller Run, bei dem das Mittelmeer den Horizont dominiert.
Wichtig zu wissen
  • Frühstarter-Bonus: 151 Kilometer und 2.900 Höhenmeter bedeuten locker 7–9 Stunden im Sattel. Fahr früh in Marbella los, um nicht in der andalusischen Mittagshitze zu verkochen.
  • Körner sparen am Madroño: 19 Kilometer mit unter 5 % im Schnitt klingen auf dem Papier machbar, aber die schiere Länge mürbt die Beine. Finde deinen Tritt – nach dem Gipfel kommt noch jede Menge Holz.
  • Tankstopp in Ronda: Mach die Flaschen randvoll und gönn dir ein echtes Mittagessen. Der Rückweg über das Hochplateau bietet kaum Verpflegungsmöglichkeiten, und einen Hungerast kannst du hier oben nicht gebrauchen.
  • Drei Berge, nicht einer: Man starrt leicht nur auf den Madroño, aber unterschätz nicht den Puerto del Viento und den Puerto de las Abejas auf dem Rückweg. Heb dir noch ein paar Körner auf.
  • Respekt vor dem Wind: Der Name Puerto del Viento (Windpass) kommt nicht von ungefähr. Check den Windbericht, besonders im Winter und im frühen Frühjahr.
  • Beste Reisezeit: März–Mai und September–Oktober sind die absolut besten Monate. Im Hochsommer brennt das Hinterland gnadenlos, da wird die Runde zur Qual.
Café und Wasser
  • km 27
    Venta El Madroño
    Täglich geöffnet

    Der legendäre Radlertreff mitten im Anstieg – perfekt für einen schnellen Espresso und frisches Wasser an dem Ort, der dem Pass seinen Namen gab.

  • km 56
    Taberna Quinto Tramo

    Der natürliche Mittagsstopp zur Halbzeit der Runde. Tapas und lokale Küche im Herzen von Ronda – füll hier unbedingt die Speicher und Flaschen vor den nächsten zwei Bergen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert diese Runde?
Die meisten aktiven Fahrer benötigen zwischen 7 und 9 Stunden reine Fahrzeit inklusive Pausen. Plane einen kompletten Tag ein und starte zeitig. Da es sich um eine große Bergschleife handelt, gibt es keine einfachen Abkürzungen zurück zur Küste, falls dir das Licht oder die Beine ausgehen.
Ist der Puerto del Madroño wirklich so hart?
Er ist vor allem wegen seiner Länge zäh, nicht wegen extremer Steigungsprozente. 19 Kilometer mit knapp unter 5 % im Schnitt mürben dich über die Zeit. Der Trick ist: ruhig sitzen bleiben, einen leichten Gang kurbeln und das Trinken nicht vergessen. Wer hier schon überzieht, für den wird der Nachmittag verdammt lang.
Wo sind die besten Stopps unterwegs?
Die Venta El Madroño (km 27) ist eine Institution mitten im Anstieg – ideal für einen schnellen Kaffee vor dem Gipfel. Die Taberna Quinto Tramo im Zentrum von Ronda (km 56) ist die beste Option für ein richtiges Mittagessen. Bevor du die Stadt verlässt, müssen die Flaschen unbedingt wieder randvoll sein.
Wann ist die beste Jahreszeit für die Tour?
Das Frühjahr (März–Mai) und der Herbst (September–Oktober) bieten das beste Radwetter. Im Hochsommer ist die Hitze im Inland viel zu extrem für so eine Distanz, während es im Winter oben auf den Pässen überraschend ungemütlich und nasskalt werden kann.
Ist der Puerto del Viento härter als der Madroño?
Er ist zwar kürzer, fühlt sich aber oft giftiger an, weil du schon ordentlich Höhenmeter in den Beinen hast. Er beginnt direkt hinter Ronda (km 68) und führt über 11 Kilometer noch einmal über die 1.000-Meter-Marke. Genau hier zahlen alle den Preis, die am Madroño zu viel Kette rechts gefahren sind.
Muss ich im Vorfeld irgendetwas buchen?
Logistisch ist die Runde komplett unkompliziert – keine Fähren oder Züge. Check höchstens die Öffnungszeiten der Taberna Quinto Tramo in Ronda, falls du fest mit dem Mittagessen dort planst. Ansonsten gilt die goldene Regel für einsame Bergstraßen: Das Material muss top sein, nimm genug Schläuche und Minitool mit. Der nächste Radladen ist weit weg.

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