
Marbella - Ronda - Marbella
Über diese Route
151,2 km und 2898 Höhenmeter von der Küste hinauf nach Ronda und zurück. Ein langer, gleichmäßiger Anstieg durch die Serranía de Ronda, dann eine windgepeitschte Hochebene mit fiesen Kneikern, bevor es über butterweichen Asphalt zurück ans Mittelmeer rollt.
Der Anstieg nach Ronda war mein Lieblingsanstieg in der ganzen Gegend. Lang, erstaunlich gleichmäßig in der Steigung, kaum Verkehr – genau das Tempo, bei dem du dich einsortierst, die Kurbel rundtrittst und die Küste langsam hinter deiner Schulter verschwindet. Wir sind im März gefahren, mit okay Temperaturen und feinem Nieselregen auf der Auffahrt. Der Dunst hing in den Korkeichen und Pinien, und statt zu nerven, gab er dem Ganzen Atmosphäre. Man sitzt einfach drin und pedaliert nach oben.
Oben in Ronda wurden wir dann kurz zu Touristen. Man kommt an der El-Tajo-Schlucht einfach nicht vorbei – die Puente Nuevo, der Blick senkrecht hinunter, das ist einer dieser Momente, für die du absteigst, auch wenn die Beine noch kalt sind. Danach haben wir in der Stadt gegessen. Das Angebot an Restaurants und Cafés ist groß, die Qualität solide, wir haben ordentlich nachgetankt, bevor es wieder losging. Wenn du Zeit hast, lohnt sich ein kurzer Schlenker durch die Altstadt und an der Plaza de Toros vorbei.
Was ich unterschätzt hatte: die Rückfahrt. Nach Ronda kippt der Charakter der Runde komplett. Statt des ruhigen Anstiegs bekommst du eine lange, offene Hochebene, die auf den ersten Blick harmlos wirkt – lange Flachstücke, dazwischen immer wieder diese kurzen, knackigen Kneiker, die an den müden Beinen sägen. Bei uns kam dann noch strammer Gegenwind dazu, und ehrlich gesagt war dieser Abschnitt für uns mindestens so zäh wie der Anstieg vorher. Dafür ist der Asphalt herrlich, und die Weite über die Dehesa hin zu den hintereinander gestaffelten Sierras entschädigt einiges.
Irgendwann kippt die Straße dann endlich, und der letzte Teil zurück nach Marbella ist das Geschenk für den Tag: fließende Kurven, guter Belag, und vorne taucht das Mittelmeer wieder auf. Wer einen echten Bergtag von der Costa del Sol aus sucht, bekommt hier genau das – mit einem ordentlichen Mittagessen in einer der schönsten Pueblos Andalusiens in der Mitte. Plan die Runde nicht zu knapp, die Hochebene kostet mehr Körner, als das Profil vermuten lässt.
Kilometer für Kilometer
Durch die Urbanizaciones und Palmenalleen arbeitest du dich landeinwärts. Der Verkehr dünnt schnell aus, sobald die Straße zu steigen beginnt und die Küste hinter dir wegsackt.
Der regionale Klassiker. Lange, gleichmäßige Steigung durch Korkeichen und Pinien, kaum Autos. Im Frühjahr kann Nieselregen durch den Wald ziehen. Kopf runter, Rhythmus finden, hochspinnen.
Oben angekommen wirst du kurz zum Touristen. Rollen zur Puente Nuevo, Blick in die Schlucht, dann rein in die Altstadt zum Essen. Großes Angebot an Cafés und Restaurants – ordentlich nachladen.
Jetzt zeigt die Runde ihr zweites Gesicht. Lange Flachstücke wechseln mit kurzen, harten Rampen, der Wind steht oft frontal. Der Asphalt ist traumhaft, die Aussicht über die Dehesa weit – aber die Beine wissen, was sie tun.
Die Straße beginnt zu fallen, die Landschaft wird wieder grüner und kleinteiliger. Erste Serpentinen, die Beine kommen langsam zurück, vorne ahnst du schon das Mittelmeer.
Flowige Abfahrt auf gutem Belag, mit dem Meer als Fixpunkt vor dir. Unten wieder rein in den Küstentrubel und ausrollen an der Promenade.
Galerie






Marbella - Ronda - Marbella — Map & Elevation
Wichtige Anstiege
Puerto del Viento (desde Ronda)
Cat 2Puerto de las Abejas (por El Burgo)
Cat 3Tipps & lokales Wissen
- Starte früh aus Marbella, dann hast du die Auffahrt zur Serranía de Ronda weitgehend für dich allein.
- Plane den Lunchstopp fest in Ronda ein – rund um die Plaza del Socorro und die Puente Nuevo findest du reichlich Auswahl und solide Qualität.
- Nimm dir fünf Minuten an der Puente Nuevo, der Blick in die El-Tajo-Schlucht ist den kurzen Fußweg wert.
- Rechne nach Ronda mit Gegenwind auf der Hochebene – der Abschnitt mit den kurzen Kneikern kann härter werden als der Anstieg selbst.
- Im März kann auf dem Anstieg Nieselregen hängen; Windweste und Armlinge gehören in die Trikottasche.
- Fülle in Ronda alle Flaschen auf, auf der Hochplateau-Rückfahrt gibt es kaum verlässliche Nachfüllpunkte.
- Spare Körner für die Abfahrt zurück an die Küste – flowiger Asphalt, auf dem sich sauberes Kurvenfahren auszahlt.
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Elite level. Extreme elevation, altitude and distance. Serious preparation required.

