
Estepona — Sierra Bermeja Loop
Über diese Route
89 km, 2630 Höhenmeter, eine Schleife ab Estepona über die Sierra Bermeja und zurück durch die Pueblos Blancos. Zwei harte Anstiegsblöcke, dazwischen Gaucín als Mittagsstopp. Ein langer Tag, der jeden Höhenmeter rechtfertigt.
Ich bin diese Runde im Juli 2025 gefahren — eigentlich nicht die Lehrbuchsaison für die Sierra Bermeja, weil sich die Hitze in den unteren Hängen schnell staut und oben kein Schatten mehr ist. Wir sind früh los, Café con leche im Hafen von Estepona, und schon nach dem ersten Kilometer beginnt der Anstieg. Kein Einrollen, keine Schonfrist.
Die MA-8301 aus Estepona hinauf zur Los Reales ist ein einziges Serpentinenband. 22 km, knapp 1000 Höhenmeter, und kaum ein flacher Meter zum Erholen. Das Mittelmeer fällt hinter dir weg, der Hafen wird zum Spielzeug, und irgendwann tauchst du in den Pinsapowald ein — die endemische Spanische Tanne, die fast nur hier wächst. Dazwischen die rostroten Peridotitwände, eisenfarben gegen das Grün, geologisch eine echte Seltenheit. Oben am Gipfelbereich auf 969 Meter dann der Lohn: Mittelmeer unten, Gibraltar im Südwesten, und an klaren Tagen der marokkanische Atlas über der Meerenge. Zwei Kontinente vom Sattel aus — das hast du nicht oft.
Die Abfahrt ins Hinterland ist der eigentliche Übergang dieser Runde. Aus dem rostroten Fels wirst du in eine andere Welt entlassen: Olivenhaine, weiße Bergdörfer auf den Kuppen, die gestaffelten Höhenzüge der Pueblos Blancos. Gaucín ist der richtige Ort für die Mittagspause. Auf dem Dorfplatz hast du zwei, drei Restaurants zur Auswahl, und der Halt liegt streckentechnisch genau da, wo du ihn brauchst. Iss ordentlich — der Rest ist nicht harmlos.
Was viele unterschätzen: Nach Peñas Blancas kommt noch richtig viel Anstieg. Der Col selbst ist 14,3 km lang bei 6,3 % im Schnitt, HC-Kategorie, und wer am ersten Gipfel alles rausgehauen hat, beißt hier in den Lenker. Dazu El Espino vom Rio Genal hoch, der Anstieg auf der A-377, die Rampe nach Genalguacil — keiner davon ist brutal für sich allein, aber in Summe nach 60 km mit 2000 Höhenmetern in den Beinen merkst du jeden Prozentpunkt. Pace die erste Auffahrt. Das ist der einzige Rat, der wirklich zählt.
Die Rückfahrt zur Costa del Sol rollt schließlich aus, und in Estepona bist du froh über den Hafen, das Salz in der Luft und ein kaltes Getränk. 89 km, 2630 Höhenmeter, zwei Kontinente gesehen, durch einen Pinsapowald gefahren, der außerhalb dieser Berge praktisch nicht existiert. Das ist die Sorte Tag, für die man nach Andalusien kommt.

Kilometer für Kilometer
Ab dem Hafen direkt in die MA-8301. Serpentine reiht sich an Serpentine, das Mittelmeer fällt hinter dir weg. Die roten Peridotitwände tauchen auf, der Pinsapowald schließt sich um die Straße. Oben Gipfelbereich auf 969 Meter mit Blick bis Gibraltar und an klaren Tagen Marokko.
Der Übergang von der Bermeja in die Pueblos Blancos. Aus rostrotem Fels wirst du in Olivenhaine und weiße Bergdörfer entlassen. Die Straßen werden ruhiger, der Belag bleibt gut. Hier kannst du die Beine rollen lassen — kurz.
Mittagspause auf dem Dorfplatz. Zwei, drei Restaurants zur Auswahl, ordentlich essen ist Pflicht. Wer hier zu wenig tankt, zahlt auf den folgenden Anstiegen drauf.
Der zweite Anstiegsblock. El Espino vom Rio Genal hoch (9,2 km bei 6,6 %), dann der HC-Anstieg Peñas Blancas mit 14,3 km bei 6,3 %. Die Höhenzüge stapeln sich vor dir. Hier zeigt sich, ob du am Vormittag vernünftig gefahren bist.
Lange Abfahrt zurück zur Küste, am Ende ein paar flache Kilometer entlang der Costa del Sol. Im Hafen von Estepona bist du froh über das Salz in der Luft und ein kaltes Getränk.
Galerie




Karte und Höhenprofil
Wichtige Anstiege
Tipps & lokales Wissen
- Starte früh am Hafen von Estepona — der Anstieg beginnt im ersten Kilometer und die Sierra Bermeja staut die Hitze.
- Pace die erste Auffahrt zur Los Reales bewusst zurück. Nach Peñas Blancas warten noch erhebliche Höhenmeter.
- Plane Gaucín als Mittagsstopp ein — auf dem Dorfplatz hast du zwei, drei Restaurants und der Halt liegt streckentechnisch richtig.
- Nimm mindestens zwei volle Bidons mit. Im oberen Sierra-Bermeja-Abschnitt gibt es kaum Brunnen und keinen Schatten.
- Achte auf Wind: Levante und Poniente können auf den exponierten Kammlagen kräftig durchziehen.
- Halte am Pinsapowald kurz an — die endemische Spanische Tanne wächst fast nur hier.
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Route Details
- Land
- Spain
- Region
- Costa del Sol
Elite-Niveau. Extreme Höhenmeter, Höhe und Distanz. Ernsthafte Vorbereitung erforderlich.