Müssen Radfahrer in Norwegen Maut zahlen?
Nein. Radfahrer zahlen in Norwegen keine Straßenmaut. Das AutoPASS-System, das die Maut von Kraftfahrzeugen einzieht, gilt nicht für Fahrräder — du fährst an jeder Mautstation des Landes vorbei, ohne zu zahlen, ohne dich zu registrieren und ohne Ausrüstung. Fähren sind eine andere Sache: Radfahrer werden wie Fußgänger behandelt und zahlen eine kleine Passagiergebühr, auf den meisten Überfahrten unter 100 NOK.
Zuletzt geprüft: 22. April 2026.
Die kurze Antwort: Radfahrer zahlen an Mautstationen nichts
Norwegen hat ein dichtes Netz an Straßenmaut — auf Brücken, in Tunneln, um die großen Städte und auf mehreren Gebirgsstraßen — alles über das AutoPASS-System abgewickelt. Die AutoPASS-Regelung nimmt nichtmotorisierten Verkehr ausdrücklich aus. Fahrräder, Fußgänger und Mitfahrer in jedem Fahrzeug zahlen keine Maut. Für Radfahrer ist die Regel klar: Fahre an jeder Mautstation im Land vorbei, ohne anzuhalten, ohne zu zahlen und ohne Tag oder Konto.
Das gilt für jede Mautstation in Norwegen, ausnahmslos. Mautringe wie in Oslo und Bergen, ländliche Brücken, Unterwassertunnel, Bergstraßen — keine davon kostet Radfahrer etwas. Das System ist dasselbe, ob du ein Rennrad, ein Tourenrad mit Gepäck oder ein E-Bike fährst.
Was ist mit den AutoPASS-Portalen und Sensoren?
AutoPASS-Stationen sind vollautomatisch. Es gibt keine Schranke und kein Personal, das kontrolliert. Als Radfahrer fährst du einfach hindurch — die Kameras und Sensoren sind darauf ausgelegt, Kfz-Kennzeichen zu lesen, nicht Fahrräder. Einige Stationen haben einen eigenen Radweg oder Gehweg, der dich um das Mautportal herumführt; wo keiner vorhanden ist, ist das Fahren in der Kfz-Spur legal und erwartet.
Hat eine Station eine physische Schranke (auf öffentlichen Straßen selten, auf privaten häufiger), gibt es immer einen Weg für Radfahrer — ein paralleler Radweg, ein Fußgängerdurchgang oder ein beschilderter Umweg. Du solltest nie in die Lage kommen, in Norwegen Maut fürs Radfahren zu zahlen.
Fähren: Radfahrer werden wie Fußgänger behandelt
Fähren sind anders. Die meisten Fjordüberfahrten in Norwegen kosten, und Radfahrer zahlen — aber nur die Passagierrate, üblicherweise zwischen 50 und 100 NOK je nach Strecke. Du musst nicht vorab buchen. Komm zum Kai, rolle dein Rad an Bord, zahle beim Schaffner oder am Automaten. Auf kurzen Überfahrten wird manchmal gar keine Gebühr erhoben.
Die beiden größten Betreiber an der Westküste sind Fjord1 und Norled. Beide behandeln Radfahrer gleich: Rad an Bord als Fußgänger, geringe Gebühr, keine Reservierung nötig. Expressboote (Passagierboote für längere Strecken, keine Autofähren) erheben zusätzlich zur Passagierrate einen kleinen Radzuschlag — meist 50–100 NOK.
Praktische Tipps für Radfahrer an der Fähre
Zuerst einsteigen, an Bord zahlen
Auf Autofähren gehen Radfahrer üblicherweise zuerst oder mit den Fußgängern an Bord — vor der Autoschlange. Du zahlst an Bord, meist bei einem Mitarbeiter mit Kartenlesegerät, der durch den Passagiersalon geht. Stell dich nicht in die Autoschlange.
Rad fixieren oder halten
Die meisten Autofähren haben Fahrradständer oder eine eigene Radecke auf dem Fahrzeugdeck. Bei bewegtem Seegang fixiere das Rad oder bleib dabei. Kleinere Fjordfähren sind meist ruhig genug, sodass ein abgestelltes Rad stehen bleibt.
Während der Überfahrt nach draußen
Die Fjordlandschaft ist das Beste an der Fahrt. Geh aufs Deck. Selbst bei einer zehnminütigen Überfahrt lohnt es sich.
Expressboote brauchen mehr Planung
Hurtigbåt (Hochgeschwindigkeitsboote, z. B. Bergen–Sogndal) haben begrenzten Radplatz und erfordern manchmal Reservierung. Prüfe die Betreiberseite, bevor du eine Route darum herum planst, besonders an Sommerwochenenden. Normale Autofähren brauchen für Radfahrer fast nie eine Buchung.
Hinweis zu Gebirgsstraßen
Alle norwegischen Gebirgsstraßen — Sognefjellet, Trollstigen, Aurlandsfjellet, Valdresflya, Gaularfjellet, Lysebotn — sind für Radfahrer kostenlos. Auf öffentlichen Bergstraßen gibt es keine privaten Mautstellen. Einige private Schotterstraßen im Gebirge erheben eine kleine Gebühr, aber diese liegen abseits des Asphaltnetzes und sind selten auf der Route eines Radfahrers.
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Häufig gestellte Fragen
Müssen Radfahrer in Norwegen Maut zahlen?
Nein. Das AutoPASS-System, das die Maut von Kraftfahrzeugen einzieht, gilt nicht für Fahrräder. Radfahrer passieren jede Mautstation in Norwegen, ohne zu zahlen, ohne Registrierung und ohne Ausrüstung.
Brauche ich zum Radfahren in Norwegen einen AutoPASS-Tag?
Nein. AutoPASS-Tags (brikke) sind nur für Kraftfahrzeuge. Radfahrer sind vom gesamten Mautsystem ausgenommen und brauchen weder Tag noch Konto noch Registrierung.
Zahlen Radfahrer auf norwegischen Fähren?
Ja, aber nur die Passagierrate — typisch 50 bis 100 NOK je nach Überfahrt. Radfahrer werden wie Fußgänger behandelt. Du brauchst keine Buchung; komm zum Kai und zahle an Bord.
Welche norwegischen Fähren sind für Radfahrer kostenlos?
Einige kurze öffentliche Überfahrten sind für Radfahrer und Fußgänger kostenlos — meist lokale Kleinfähren. Auf den meisten längeren Fjordfähren (z. B. Sognefjord, Hardangerfjord, Storfjord) fällt eine Passagiergebühr an. Welche Fähren gratis sind, ändert sich jährlich; prüfe die Betreiberseite, wenn es auf die Kosten ankommt.
Kann ich durch den Oslo-Mautring gratis fahren?
Ja. Der Oslo-Mautring (Osloringen) und das Bergener Äquivalent gelten nur für Kraftfahrzeuge. Radfahrer fahren ohne Zahlung und ohne Tag oder Konto hindurch.
Was ist mit Unterwassertunneln und Brücken?
Gleiche Regel: für Radfahrer kostenlos. Viele Unterwassertunnel in Norwegen sind allerdings aus Sicherheitsgründen komplett für Radfahrer gesperrt — meist gibt es eine Fährverbindung oder eine Oberflächenroute. Prüfe, ob ein Tunnel überhaupt fürs Rad freigegeben ist, bevor du ihn einplanst. Ist er das, zahlst du nichts.