
Kleine Oslofjord-Runde
Über diese Route
← Oslo & Oslofjord Cycling GuideEine Schleife um den inneren Oslofjord: südwärts auf dem Radweg über Vestby nach Son, mit der Sommerfähre B21 in 15 Minuten nach Filtvet, dann welliges Küstenasphalt über die Hurum-Halbinsel via Vollen zurück nach Oslo.
Aus dem Zentrum von Oslo rollst du auf einem nahezu durchgehenden Radweg südwärts. Bis hinter Vestby bleibst du auf Asphalt, der schnell läuft, mit gutmütigem Höhenprofil und wenigen echten Anstiegen. Der Rhythmus ist gleichmäßig genug, dass du dich auf die Landschaft konzentrieren kannst: Felder, Wald, hier und da der erste Hauch Fjord am Horizont.
Der Anlauf nach Son ist das erste Highlight. Zwei lange, schwungvolle Abfahrten ziehen dich hinunter ans Wasser. Vorsicht: In der ersten Abfahrt liegen zwei scharfe Kurven — die erste meldet der Garmin, die zweite nicht. Geh mit Respekt rein. Unten wartet Son mit weiß getünchten Holzhäusern und einem belebten Gjestehavn. Pflichtstopp ist Håndverksbakeriet — kauf dir Backwaren für die Fähre mit. An der Gjestehavn füllst du die Bidons auf, bevor du das Rad an Bord rollst.
Die B21 bringt dich in einer Viertelstunde über den inneren Oslofjord nach Filtvet. Die norwegische Flagge knattert über dem Kielwasser, Segelboote ziehen vorbei, und die Hurum-Küste wächst entgegen. Beachte: Die Sommerroute B21 hat am Wochenende nur zwei Abfahrten — schau vorher in den Fahrplan. Wer mag, bleibt einfach an Bord bis Aker Brygge und spart sich die Hurum-Schleife. Direkt an der Brygge in Filtvet steht das kleine rote Café-Häuschen, und ein Stück weiter beim Filtvet fyr findest du ein Restaurant für ein richtiges Mittagessen.
Filtvet–Vollen ist der ruppige Teil. Der Radweg verschwindet weitgehend, du teilst dir schmale Landstraßen (40–70 km/h) mit überschaubarem, aber realem Autoverkehr. Die Strecke geht ständig rauf und runter, dazu kommen zwei längere Anstiege. Unter dem Blätterdach wird es stellenweise schattig — Rücklicht an, auch bei blauem Himmel. Vollen am Ende dieses Abschnitts wirkt wie ein Stück Sørlandet, das jemand an den Oslofjord verpflanzt hat: Marina, weiße Bretterhäuser, Eis auf der Brygge. Mein Tipp für die letzte Pause ist Cafe Villa direkt am Wasser neben der Marina.
Ab Vollen ist es Plankefahrt. Wieder ein eigener Radweg, ab Holmen praktisch flach, immer am inneren Fjord entlang zurück in die Stadt. Wenn du in Oslo ankommst und das Salz noch in der Nase hast, gönn dir After-Bike am Wasser — Kongen Marina, Vippa oder eine Terrasse an der Sørenga. Eine Runde, die zeigt, wie nah Oslo am Fjordleben ist.
Kilometer für Kilometer
Aus dem Zentrum heraus folgst du einem fast durchgehenden Radweg durch die südlichen Stadtteile und an Vestby vorbei. Gutmütiges Höhenprofil, wenige echte Anstiege, schneller Rollrhythmus. Ein guter Abschnitt, um in den Tag zu finden.
Nach Vestby kippt die Strecke. Zwei lange, schwungvolle Abfahrten ziehen dich hinunter nach Son. In der ersten Abfahrt liegen zwei scharfe Kurven — die zweite kommt unangekündigt, also nicht zu locker werden. Unten öffnet sich der Blick auf den Gjestehavn.
Stopp bei Håndverksbakeriet, Bidons auffüllen an der Gjestehavn, dann mit dem Rad an Bord der B21. 15 Minuten über den inneren Oslofjord, norwegische Flagge im Fahrtwind, Segelboote ringsum. Wer mag, fährt mit der Fähre weiter bis Aker Brygge.
Der wilde Teil. Kaum Radweg, Landstraßen mit 40–70 km/h, ständiges Auf und Ab und zwei längere Anstiege. Schattige Waldpassagen — Rücklicht an. Pausenoption: das kleine rote Café-Häuschen an der Brygge in Filtvet oder Mittagessen beim Filtvet fyr.
Vollen wirkt wie aus dem Süden Norwegens herübergezogen: weiße Holzhäuser, Marina, Eis auf der Brygge. Cafe Villa direkt am Wasser ist der empfohlene letzte Halt vor der Heimstrecke.
Zurück auf eigenem Radweg. Ab Holmen wird es praktisch flach, immer am inneren Fjord entlang zurück in die Stadt. After-Bike an Kongen Marina, Vippa oder Sørenga.
Galerie






Karte und Höhenprofil
Wichtige Anstiege
Highlights
- •Freie Fahrt: Ein durchgehender Radweg begleitet dich fast die gesamte Strecke Oslo–Son für entspanntes Pedalieren ohne Autoverkehr – wer lieber auf der Straße Druck macht, hat feinsten Asphalt.
- •Highspeed-Abfahrt: Der Drop nach Son gehört zu den schönsten am Oslofjord – lang, übersichtlich und verdammt schnell.
- •Fährüberfahrt: Die B21 bringt dich und dein Rad in einer Viertelstunde von Son nach Filtvet über den Fjord.
- •Südländisches Flair in Vollen: Eis auf dem Steg und Espresso im Cafe Villa direkt am Wasser – mitten auf der Runde fühlt sich das nach Urlaub an.
- •Der Pendlerweg zurück: Die letzten Kilometer nach Oslo auf dem klassischen Radweg sind pure Erholung nach den Hurum-Hügeln – flach, vertraut und im festen Rhythmus.
Wichtig zu wissen
- ⚠Fährzeiten checken: Die B21 fährt nur saisonal (Ende Mai bis Anfang September). Fahrplan prüfen und unbedingt einen Platz für dein Rad reservieren.
- ⚠Notausstieg in Son: Die Fähre fährt weiter bis Aker Brygge. Wenn die Beine in Son dichtmachen, einfach einrollen und auf dem Seeweg zurück nach Oslo schippern.
- ⚠Technische Abfahrt: Zwei enge Kehren in der ersten Abfahrt nach Son – Garmin warnt nur vor der ersten. Rechtzeitig Speed rausnehmen.
- ⚠Rücklicht Pflicht: Der Abschnitt Filtvet–Vollen führt über die offene Straße ohne Radstreifen. Durch wechselnde Licht- und Schattenwände im Wald ist ein Tagfahrlicht dringend empfohlen.
- ⚠Point-to-Point: Die Route beginnt und endet in Oslo, verläuft aber als Schleife mit der Fähre. Logistik vor dem Start checken.
- ⚠Wasserversorgung: Trinkwasser gibt es am Gasthafen in Son. Die nächste sichere Option zum Nachfüllen der Flaschen ist Filtvet.
Café und Wasser
- km 62Håndverksbakeriet SonMo–Fr 09:00–16:00, Sa–So 08:30–16:00
Etwas Proviant für die Überfahrt einsacken – perfektes Timing, kurz bevor du auf die Fähre rollst.
- km 95Cafe VillaDi–So 10:00–17:00, montags geschlossen
Direkt am Kai in Vollen. Der klassische Kaffeestopp zum Durchatmen nach den Hurum-Anstiegen.
- km 131After-Bike in Oslo
Je nach Beinzustand nach 131 Kilometern im Sattel. Optionaler Zielpunkt.
Häufig gestellte Fragen
- Wann ist die beste Zeit für die Oslofjorden rundt Mini?
- Ende Mai bis Anfang September. Die Runde steht und fällt mit der Sommerfähre B21 zwischen Son und Filtvet, die nur in der Saison fährt — am Wochenende nur zwei Abfahrten. Außerhalb der Saison fehlt das Verbindungsstück über den Fjord.
- Welcher Abschnitt ist am anspruchsvollsten?
- Filtvet–Vollen über die Hurum-Halbinsel. Hier verschwindet der Radweg, du fährst auf Landstraßen mit 40–70 km/h, ständig wellig, dazu zwei längere Anstiege. Die Abschnitte Oslo–Son und Vollen–Oslo sind dagegen reine Radweg-Plankefahrt.
- Wie funktioniert die Fähre B21 mit dem Rennrad?
- Die B21 nimmt Räder mit und braucht rund 15 Minuten von Son nach Filtvet. Im Sommer fahren am Wochenende nur zwei Boote — Fahrplan vorher prüfen. Die Fähre läuft danach weiter bis Aker Brygge, du kannst die Tour also auch in Son beenden und direkt zurück nach Oslo schippern.
- Wo gibt es unterwegs Wasser und Verpflegung?
- In Son bei Håndverksbakeriet einkaufen, Bidons unten an der Gjestehavn auffüllen. In Filtvet das rote Café-Häuschen an der Brygge oder das Restaurant beim Filtvet fyr. In Vollen ist Cafe Villa direkt an der Marina der empfohlene letzte Halt.
- Brauche ich besondere Ausrüstung?
- Reines Rennrad reicht — alles Asphalt. Wichtig ist ein funktionierendes Rücklicht: Der Abschnitt Filtvet–Vollen hat viele schattige Waldpassagen auf Straßen mit Autoverkehr, auch bei Sonnenschein. Und in der ersten Abfahrt nach Son sind zwei scharfe Kurven, von denen der Garmin nur eine ankündigt.
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