
Girona - Banyoles
Über diese Route
48,2 km und 378 Höhenmeter durch das Pla de l'Estany – die klassische Frühlingsrunde von Girona zum Llac de Banyoles. Ruhige GI-Straßen, Masies auf den Hügeln, Mohn und Raps am Straßenrand. Die Runde, die jeder Profi in Girona kennt.
Es gibt einfach keinen besseren Moment für eine Radwoche in Girona als diese Wochen im Frühling. Die Felder stehen in vollem Grün, die ersten Mohnblumen blitzen am Bankett auf, und die Luft ist morgens noch kühl genug, dass du im Armling startest und irgendwo hinter Sarrià de Ter merkst, dass du ihn in die Rückentasche schieben kannst. Genau so habe ich diese Runde nach Banyoles angefangen – raus aus der Altstadt, rüber über den Ter und hinaus ins Pla de l'Estany.
Der Start führt über den Pont del Dimoni, diese rostrote Stahlbogenbrücke, an der jeder Girona-Fahrer weiß: Jetzt beginnt die Ausfahrt wirklich. Der Radstreifen ist großzügig, hinter der Leitplanke bist du geschützt, und wenn die Morgensonne durch die orange lackierten Bögen fällt, ist das ein Bild, das mir jedes Mal hängen bleibt. Danach rollst du durch Sarrià de Ter und Sant Julià de Ramis, wo die Straße über einen kurzen Rücken zieht und sich das Land zum ersten Mal öffnet.
Ab hier wird es das, wofür man hierherkommt: schmale Carreteres durch Getreidefelder und Luzerne, ab und zu ein paar weiße und braune Pferde direkt an der Leitplanke, darüber die bewaldeten Hügel der Gavarres im Rücken und am nördlichen Horizont die blaue Silhouette der Pyrenäen. Der Asphalt ist seidig, die Autos selten, und du fährst an steinernen Masies vorbei, die seit Jahrhunderten auf denselben Hügelkuppen sitzen. Ein paar sanfte Wellen, nichts Hartes – 378 Höhenmeter auf 48,2 km, das spürst du kaum, aber es reicht, um den Rhythmus zu halten.
Der Wendepunkt ist der Llac de Banyoles, Kataloniens größter natürlicher See und Olympia-Ruderrevier von 1992. Ich fahre gern eine Schleife am Ufer entlang und halte dann an einer der Terrassen am Passeig Darder für einen Cortado. Das Wasser liegt glatt wie Glas da, ein paar Ruderer ziehen ihre Bahnen, und du sitzt mit Blick auf die Pyrenäen und fragst dich, warum du nicht längst öfter hier bist. Das ist der Moment, an dem die Runde ihren Sinn zeigt.
Der Rückweg zieht sich durch kleinere Dörfer und über Felder, die hier und da schon abgeerntet sind – goldene Stoppeln neben dem noch grünen Weizen, gelbe Rapsflächen mit rotem Mohn am Rand, ein Strommast dahinter, und weit hinten der Turm der Kathedrale von Girona, der langsam wieder größer wird. Zurück in der Altstadt gehört der Kaffee bei La Fabrica oder Espresso Mafia zum Ritual – da sitzt dann halb Girona in Radklamotten, und du weißt, warum diese Runde seit Jahren zu den Lieblingsschleifen der Profis gehört.

Kilometer für Kilometer
Vom Zentrum rollst du am Ter entlang und querst die rostrote Stahlbogenbrücke auf breitem, durch Leitplanke getrenntem Radstreifen. Das ist das Startsignal – ab hier fühlt sich die Ausfahrt wirklich begonnen an. Der Verkehr dünnt schnell aus.
Hinter den Vororten zieht die Straße über einen kurzen Rücken, dann öffnet sich das Land zum Pla de l'Estany. Erste Getreidefelder, erste Masies auf den Kuppen, am Horizont die Pyrenäen. Ein paar sanfte Wellen halten den Rhythmus.
Ruhige Nebenstraßen durch kiefernbestandene Hügel, der Asphalt seidig, die Luft nach warmem Harz und geschnittenem Heu. Mohn und wilder Senf am Bankett, Pferde hinter der Leitplanke. Hier fährt sich die Runde fast von selbst.
Der Wendepunkt: Kataloniens größter Natursee, glatt wie Glas, mit Ruderern auf dem Wasser. Eine Uferschleife und ein Cortado auf der Terrasse am Passeig Darder gehören dazu. Von hier aus blickst du über den See zu den Pyrenäen.
Der Heimweg führt über kleinere Dörfer durch abgeerntete goldene Felder und Rapsflächen mit Mohn am Rand. Sanft pastoral, rollend, mit dem Kathedralenturm von Girona, der langsam am Horizont wächst. Zurück in der Altstadt wartet der Kaffee.
Galerie






Karte und Höhenprofil
Tipps & lokales Wissen
- Starte früh: Die Morgensonne durch die Bögen des Pont del Dimoni ist der beste Moment des Tages.
- Plane einen Kaffeestopp am Passeig Darder direkt am Llac de Banyoles ein – klassischer Mittelpunkt der Runde.
- Achte auf die Tramuntana: Bläst sie stark aus Norden, nimm den Hinweg mit Rückenwind nicht zu locker.
- Fahre die Schleife um den See als kleine Zugabe – flach, ruhig, Olympia-Ruderrevier von 1992.
- Nimm ausreichend Flaschen mit: Zwischen Sant Julià de Ramis und Banyoles gibt es wenig verlässliche Auffüllstopps.
- Belohne dich nach der Runde bei La Fabrica oder Espresso Mafia in der Altstadt – Pflichttermin in Girona.
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- Land
- Spain
- Region
- Girona & Costa Brava
Passend für Freizeitradler. Sanfte Steigungen und überschaubare Distanzen.


