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Gipfelpanorama vom Rocacorba über bewaldete Bergrücken zur Empordà-Ebene, Katalonien.
Girona & Costa Brava, Spain

Girona - Rocacorba

MittelCommunity Route
70.7 km
Distanz
1.246 m
Elevation
100 % Asphalt
Oberfläche
Girona, Altstadt
Start
April - Juni · September - Oktober
Beste Saison
moderate
Schwierigkeit

Über diese Route

70,7 km und 1.246 Höhenmeter über die Ebene von Girona hinauf nach Rocacorba – der Prüfstein, an dem sich das halbe Profipeloton misst. Harter, unregelmäßiger Anstieg im Eichenwald, oben Funkmasten und ein Panorama bis zum Empordà.

Ich bin in Girona losgerollt, raus aus der Altstadt über die ruhigen Nebenstraßen, die sich durch Felder, Pappelreihen und kleine Masies Richtung Canet d'Adri ziehen. Die ersten Kilometer sind zum Wachwerden perfekt – flach rollend, kaum Verkehr, und am Horizont schiebt sich langsam der Kamm der Guilleries ins Bild. Wer in Girona losfährt, kennt das Ritual: Kaffee bei La Fábrica oder Espresso Mafia, dann raus Richtung Norden.

Ab Canet d'Adri verengt sich die Straße, der Belag wird rauer, und die Steigung beginnt schon einzuschleichen, bevor man es merkt. An einer schattigen Kehre taucht das braune Schild von El Matamors auf – ab hier wird es ernst. Ich habe an der Stelle bewusst den Gang runtergeschaltet, weil ich wusste, was kommt: knapp zehn Kilometer, die dich nicht in Ruhe lassen.

Der Anstieg nach Rocacorba ist genau so zäh, wie alle sagen. Keine saubere, gleichmäßige Rampe, sondern ein nervöses Auf und Ab der Prozente, Haarnadel um Haarnadel durch Steineichen und Kastanien. Feuchte Flecken, Laub in den Innenkurven, dazu diese kurzen Kicks, die jeden Rhythmusversuch killen. Man versteht schnell, warum Pogačar und Van Vleuten diesen Berg als Referenz nutzen – hier kannst du dich nicht verstecken. Wie Arild schrieb: tøff, aber fantastisch.

Oben öffnet sich der Wald schlagartig, die Funkmasten stehen da wie ein Finale, und dann das berühmte, mit Stickern überklebte Arribada-Schild. Ich habe ein paar Minuten einfach nur gestanden und geschaut: unter mir der Pla de l'Estany mit dem glitzernden Llac de Banyoles, die Vulkankegel der Garrotxa, im Rücken die Pyrenäenausläufer, und bei klarer Luft bis zur Costa Brava. Genau dieser Ausblick ist der Grund, warum man sich die Beine aufreißt.

Die Abfahrt ist die gleiche Straße zurück – und verlangt Respekt. Feuchte Kehren, Laub, Splitt in den Außenkurven, dazu der einspurige Belag. Ich bin bewusst kontrolliert runter, nicht im Renntempo. Unten in Pujarnol lohnt sich ein Stopp bei Can Roquet, wenn die Beine nach richtigem katalanischen Essen verlangen. Der Rest zurück nach Girona rollt sich fast von selbst: offene Felder, weiter Empordà-Himmel, oft ein Rückenwind, der dich Richtung der Türme der Kathedrale schiebt. Ein kompletter Tag auf dem Rad, der alles enthält, was Girona zum Mekka gemacht hat.

Kilometer für Kilometer

0–15 km: Raus aus Girona über die Ebene

Du verlässt die Altstadt über ruhige Nebenstraßen durch Felder und Pappelalleen. Kaum Verkehr, sanft wellig, perfekt zum Einrollen. Am Horizont baut sich der Kamm der Guilleries auf.

15–28 km: Annäherung über Canet d'Adri

Die Straße kippt leicht nach oben, führt durch Weiler und Eichenwald. Der Belag wird schmaler, der Verkehr versiegt. Am braunen Schild El Matamors beginnt der eigentliche Anstieg.

28–38 km: Der Rocacorba-Anstieg

Knapp zehn Kilometer durch schattigen Steineichenwald. Unregelmäßige Steigungen, enge Haarnadeln, feuchte Flecken, Laub in den Kurven. Pacing ist Kopfsache – der Berg, an dem sich die Profis messen.

38–42 km: Gipfel an den Funkmasten

Der Wald öffnet sich, die Telekom-Antennen tauchen auf, dann das Arribada-Schild voller Sticker. Panorama über die Garrotxa-Vulkane, den Llac de Banyoles und bei klarer Sicht bis zur Costa Brava.

42–55 km: Abfahrt und Pujarnol

Dieselbe Straße zurück – konzentriert bremsen, Laub und Splitt ernst nehmen. Unten lockt Can Roquet in Pujarnol zum Einkehren, bevor die Ebene wieder übernimmt.

55–70,7 km: Rückweg nach Girona

Offene Felder unter weitem Empordà-Himmel, oft mit Rückenwind. Rollender Abschluss, bis die Türme der Kathedrale von Girona am Horizont auftauchen.

Galerie

Karte und Höhenprofil

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Wichtige Anstiege

Rocacorba Climb

Cat 1
9.9 km
Distanz
7.4%
Ø-Steigung
745m
Höhengewinn
🏆 26:20
Ansicht auf Strava

Tipps & lokales Wissen

  • Starte früh mit einem Espresso bei La Fábrica oder Espresso Mafia – die Kaffee-Referenzen der Girona-Szene.
  • Fahre den Anstieg ab El Matamors bewusst unter Schwelle an – die unregelmäßigen Prozente bestrafen jeden Überpace.
  • Nimm für die Abfahrt Reserve mit: feuchte Kehren, Laub und Splitt im Waldabschnitt verlangen echte Bremskontrolle.
  • Plane einen Stopp bei Can Roquet in Pujarnol ein – klassische katalanische Küche am Fuß des Berges.
  • Fülle die Flaschen in Canet d'Adri auf – oben an den Funkmasten gibt es nichts.
  • Im Hochsommer früh losfahren: die Ebene wird heiß und dunstig, der Waldanstieg hält die Feuchtigkeit.

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