Zum Inhalt springen

Deutsch ist neu auf CyclingRoutes.cc — einige Übersetzungen können ungenau sein. Hilf uns, es besser zu machen →

Rennradfahrer auf der Sognefjellsvegen zwischen Schneewänden – Route Lom – Sognefjellshytta, Jotunheimen, Norwegen
Western Fjords, Norway

Lom nach Sognefjellshytta — hinauf zum Sognefjell

Schwer
99.1 km
Distanz
1.477 m
Elevation
100 % Asphalt
Oberfläche
Lom, Gudbrandsdalen
Start
Juni - Anfang September
Beste Saison
hard
Schwierigkeit
99 km und 1.477 Höhenmeter über Nordeuropas höchste Passstraße. Der Anstieg ist lang und gleichmäßig statt brutal steil, aber die Höhe, Wetterumschwünge und die kalte Abfahrt machen dies zu einem Tag, der Respekt verlangt – keine Tour, die man unterschätzt.

Über diese Route

Western Fjords Cycling Guide

99,1 km und 1.477 Höhenmeter vom grünen Bøverdalen hinauf auf das Sognefjellet – Nordeuropas höchste Passstraße.

Ich rolle früh aus Lom heraus, vorbei an der Lom stavkyrkje, in den Taschen nur Gels und ein paar Riegel. Zwischen Lom und Sognefjellshytta gibt es keine Versorgung, also fahre ich bewusst los – die Bäckerei spare ich mir für später auf. Die Morgensonne liegt über dem Bøverdalen, der Bøvra rauscht neben der RV55, und schon die ersten Kilometer machen klar, dass dieser Tag ein langer, schöner Anstieg wird.

Das Bøverdalen steigt sanft, fast unmerklich, und ich finde schnell einen Rhythmus. Bauernhöfe, Wiesen, dann wird die Landschaft karger. Hinter Bøvertun beginnt der eigentliche Sognefjellsvegen ernst zu werden – Kehren, steilere Rampen, und plötzlich stehe ich auf dem Hochplateau des Sognefjellet. Im Juni türmen sich hier noch meterhohe Schneewände links und rechts der Straße. Auf einem kleinen Parkplatz trainieren norwegische Langlaufteams auf Rollerskis, die Skier klackern auf dem Asphalt. Rechts ragen die Gipfel von Jotunheimen auf, Smørstabbtindan mit seinen Gletschern zum Greifen nah.

An der Sognefjellshytta mache ich die verdiente Pause: heiße Suppe, Waffeln mit braunem Käse und ein Kaffee, der bei der Höhe und dem Wind doppelt gut schmeckt. Ich ziehe mir die Windjacke über, bevor ich wieder aufs Rad steige – die Abfahrt ist lang, schnell und eiskalt, auch wenn unten im Tal die Sonne scheint. Die Kehren fliegen vorbei, die Schneewände werden kleiner, die Luft wärmer. Im Bøverdalen lasse ich mich auf den letzten flachen Kilometern zurück nach Lom treiben, die Beine müde, aber zufrieden.

Zurück in Lom geht mein erster Weg zum Bakeriet i Lom. Das ist die Belohnung: ein Skolebrød mit Vanillecreme und Kokos, dazu ein paar Zimtknoten und Kaffee. Ich setze mich nach draußen, schaue auf die Stabkirche und lasse den Tag sacken. 99 Kilometer, 1.477 Höhenmeter, Sognefjellet bei bestem Wetter – und genau diese Tour in genau dieser Reihenfolge ist für mich eine der schönsten Tagestouren Norwegens.

Tommy Nielsen
Recherchiert und gefahren von Tommy Nielsen
Passionate road cyclist and founder of CyclingRoutes.cc. Always hunting for the perfect asphalt and the best coffee stops.·Zuletzt verifiziert 01.07.2026

Kilometer für Kilometer

0–10 km: Aus Lom hinauf ins Bøverdalen

Start in Lom, vorbei an der fast 800 Jahre alten Stabkirche, dann sanft hinein ins Bøverdalen entlang der Bøvra. Ein ruhiges Warmwerden, bevor der Anstieg Ernst macht.

10–40 km: Der Anstieg durchs Bøverdalen

Das Tal zieht sich stetig bergauf. Keine steilen Rampen, aber ein langer, gleichmäßiger Anstieg, der die Beine früh fordert. Rechts und links ragen die Gipfel des Jotunheimen auf.

40–55 km: Hinein in die alpine Zone

Über der Baumgrenze öffnet sich die Landschaft. Die Kehren des Sognefjellsvegen führen hinauf in eine karge, offene Hochgebirgswelt – hier spürt man, dass dies die höchste Passstraße Nordeuropas ist.

55–65 km: Schneewände und Sognefjellshytta

Selbst im Sommer schneiden die Schneepflüge meterhohe Wände in die weiße Pracht. Am höchsten Punkt wartet die Sognefjellshytta mit Suppe, Waffeln und Braunkäse – der Wendepunkt der Tour.

65–85 km: Die kalte Abfahrt

Von der Sognefjellshytta geht es in die Abfahrt, und nun zeigt sich, warum winddichte Jacke und Handschuhe auf der Packliste standen. Das Tempo steigt, die Temperatur fällt, und dieselben Kehren kommen dir nun deutlich schneller entgegen. Bleib konzentriert – die Kälte macht die Finger steif an den Bremsen.

85–99 km: Zurück nach Lom

Die letzten Kilometer flachen entlang der Bøvra ab, der Puls beruhigt sich, während sich das Bøverdalen weitet. Die Stabkirche von Lom taucht als bekanntes Wahrzeichen auf, und dann wartet die Belohnung: das Bakeriet i Lom, ein Skolebrød und Kaffee – mit der ganzen Kletterei des Tages in den Beinen.

Galerie

Karte und Höhenprofil

Karte wird geladen…
Höhenprofil wird geladen…

Wichtige Anstiege

Sognefjellsvegen (RV55)

Cat 2
11 km
Distanz
4.4%
Ø-Steigung
483 m
Höhengewinn
Ansicht auf Strava
Highlights
  • Über das Sognefjellet fahren, Nordeuropas höchste Passstraße – einer der ikonischsten Anstiege Norwegens.
  • Schneewände, die bis weit in den Sommer stehen bleiben, von den Schneepflügen ins Hochplateau geschnitten.
  • Die Sognefjellshytta als Wendepunkt – Suppe, Waffeln mit Braunkäse und Kaffee vor der langen Abfahrt.
  • Blick auf Jotunheimen und die Smørstabbtindan den ganzen Weg hinauf durch die alpine Hochgebirgswelt.
  • Die Stabkirche von Lom am Start und das Bakeriet i Lom am Ziel – Geschichte und Skolebrød als Rahmen des Tages.
Wichtig zu wissen
  • Fülle die Flaschen und nimm genug zu essen in Lom mit – rechne nicht mit Nachschub vor der Sognefjellshytta. Gels und Energieriegel griffbereit.
  • Pack eine winddichte Jacke und Vollfingerhandschuhe ein, selbst an einem sonnigen Tag. Die Abfahrt von 1.434 m ist kalt, und der Wind kann im Laufe des Tages auffrischen.
  • Prüfe, ob das Sognefjellet geöffnet ist, bevor du losfährst – die Straße öffnet typischerweise ab Mitte Mai, je nach Schneemenge, und schließt im November. Nach schneereichen Wintern kann sich die Öffnung bis in den Juni verzögern.
  • Der Anstieg ist lang und gleichmäßig, nicht steil – halte ein Tempo, das du stundenlang durchhältst, statt die Kräfte früh zu verbrennen.
  • Die Abfahrt ist schnell; ich habe 70 km/h gemessen. Die Kälte macht die Finger steif, also teste die Bremsen früh und bleib die ganze Zeit konzentriert.
  • Das beste Zeitfenster ist Juni bis Anfang September. Selbst im Hochsommer kann Schnee entlang der Straße liegen, und das Wetter im Hochgebirge schlägt schnell um.
Café und Wasser
  • km 49
    Sognefjellshytta

    Der Wendepunkt auf dem höchsten Punkt, 1.434 m. Suppe, Waffeln mit Braunkäse und heißer Kaffee, bevor du die lange Abfahrt in Angriff nimmst. Der natürliche – und einzige – Stopp unterwegs.

  • km 99
    Bakeriet i Lom

    Die Belohnung, nicht die Verpflegung. Ein frisches Skolebrød und Kaffee am Fluss, wenn der ganze Anstieg in den Beinen sitzt. Eine der bekanntesten Bäckereien Norwegens.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch komme ich?
Die Sognefjellshytta liegt auf 1.434 m, nahe dem höchsten Punkt des Passes am Fantesteinen. Du kehrst am oder kurz vor dem höchsten Punkt um – dies ist eine Strecke hin und zurück, keine Rundtour.
Wie steil ist der Anstieg?
Er ist lang und gleichmäßig statt steil – rund 4–5 % im Schnitt über den Hauptanstieg, mit einzelnen Abschnitten bis zu 10 %. Die Herausforderung ist die Länge und die Höhe, nicht die Steigung.
Wann ist die Straße offen?
Das Sognefjellet ist typischerweise von Mitte Mai bis Anfang November offen, je nach Schneemenge. Im Winter ist es gesperrt. Prüfe den Straßenstatus bei Statens vegvesen, bevor du losfährst.
Brauche ich spezielle Ausrüstung?
Nichts Exotisches, aber eine winddichte Jacke und Vollfingerhandschuhe sind für die Abfahrt Pflicht. Nimm genug zu essen und zu trinken aus Lom mit – vor der Sognefjellshytta gibt es keine Versorgung.
Wie kalt ist die Abfahrt?
Kalt genug, dass steife Finger ein echtes Thema sind. Von 1.434 m fällt die Temperatur schnell, und der Fahrtwind verstärkt die Kälte. Ich habe auf dem Weg nach unten 70 km/h erlebt – kleide dich entsprechend.

Kennst du eine bessere Linie?

Reiche deine lokale Route ein und werde mit deinem eigenen Autorenprofil, Strava, Instagram und Buy Me a Coffee Link vorgestellt.

Eine Route teilen →