
Oslo Cycling — Mørkrunden Follo Loop
Über diese Route
← Oslo & Oslofjord Cycling GuideDie Mørkrunden führt dich von Oslo nach Süden, durch Follo und hinein nach Østfold. Du startest an der Oper, kurbelst auf dem Enebakkveien aus der Stadt und weiter an Ytre Enebakk vorbei nach Süden bis Spydeberg. Dort beginnt der Abschnitt, der der Runde ihren Namen gegeben hat: achtzehn Kilometer am Stück auf dem Mørkveien, vorbei am Hof Mørk und am Golfplatz.
142 Kilometer und 1.662 Höhenmeter, aber kein Anstieg über 196 Meter. Der Widerstand liegt in der Distanz, nicht im Gelände. Zurück geht es durch Garder, Kroer und Kråkstad, auf schmalen Straßen ohne Mittellinie zwischen Höfen und Feldern, mit zwei Bahnhofscafés unterwegs.
Die Mørkrunden ist meine Runde, wenn ich einen richtig langen Tag will, ohne mich an Anstiegen kaputtzumachen. 142 Kilometer, Start und Ziel an der Oper, und die meiste Zeit auf Straßen, auf denen kaum ein Auto unterwegs ist. Allein funktioniert sie genauso gut wie mit Freunden.
Du kurbelst auf dem Enebakkveien aus der Stadt heraus, und die härteste Arbeit des Tages kommt gleich zu Beginn. Zwischen Kilometer 1 und 3 sammelst du 116 Höhenmeter, und steiler wird es an diesem Tag nirgends mehr. Mit frischen Beinen überreizt man hier schnell, und das rächt sich gegen Ende. Hinter Klemetsrud nimmt der Verkehr meist zu, deshalb starte ich am liebsten früh, wenn es auf der Straße noch ruhig ist. Weiter Richtung Ytre Enebakk wird es flach, mit ein paar kurzen Kuppen, und du kommst zügig voran, ohne hart dafür arbeiten zu müssen. Nach Ytre Enebakk werden die Autos weniger.
Ab Burstad wird das Gelände wellig. Kurze Kuppen, aber du nimmst den Schwung mit darüber, und wenn die Form stimmt, geht es gut voran. Das Stasjonskafeen in Spydeberg sitzt im alten Bahnhofsgebäude, und dort halte ich meistens an. Hefegebäck und Kaffee, und Werkzeug zum Ausleihen, falls sich unterwegs etwas gelöst hat.
Kurz nach Spydeberg biegst du auf den Mørkveien ab. Schöne schmale Straßen ohne Mittellinie, und der Wald steht dicht an beiden Seiten, sodass der Wind dich kaum erreicht. Verkehr gibt es so gut wie keinen. Du kommst am Hof Mørk und am Golfplatz vorbei, und das Gelände ist so flach, dass sich das Tempo über die nächsten achtzehn Kilometer fast von selbst hält. An diese Kilometer denke ich, wenn ich im März bei miesem Wetter auf der Rolle sitze.
Bei Ringvoll öffnet sich die Landschaft mit langen Geraden, und die Umgebung ist unterwegs sehenswert. Dann kommen Garder und Kroer — schmale Straßen ohne Mittellinie, zwischen Höfen und Feldern, vorbei an der Kirche von Kroer. Hier fährst du vielleicht auf den schönsten und beliebtesten Straßen, die Radfahrer in Follo haben.
In Kråkstad liegt das Stasjonskafeen direkt am Bahnhof. Große Auswahl an Backwaren und guter Kaffee, bei Radfahrern sehr beliebt, und der perfekte Ort für die Pause. Weiter Richtung Ski bleibt das Gelände flach, vorbei an Feldern und Erdbeerplantagen. Die Welle hinter Ski ist nicht besonders steil, kann sich aber so spät auf der Runde zäh anfühlen. Der Siggerudveien geht im selben Stil weiter, wellig und schnell, und dann bist du zurück in den Vororten und rollst flach zur Oper.
Es ist ein langer Tag. Aber es ist eine dieser Runden, bei denen ich nach Hause komme und schon weiß, dass ich sie wieder fahre.

Kilometer für Kilometer
Verlasse das Opernhaus und fahre auf dem Enebakkveien nach Süden. Flach und schnell - du kannst früh ein gutes Tempo halten. An Wochentagen gibt es etwas Verkehr, so dass sich ein früher Start auszahlt. Die Straße wird allmählich ruhiger, wenn die Stadt der Landschaft von Follo weicht.
Hügeliges Gelände mit kleinen, knackigen Anstiegen - nicht lang genug, um weh zu tun, aber genug, um den Rhythmus interessant und das Tempo hoch zu halten. Bei km 56 ist Spydeberg die natürliche Verpflegungsstation. Der Stasjonskafeen am Bahnhof ist ausgezeichnet.
Die Abzweigung auf den Mørkveien nach Spydeberg ist der Punkt, an dem sich die Fahrt öffnet. Wenig Verkehr, glatter Asphalt und ein Terrain, das hohes Tempo belohnt. Wald auf beiden Seiten, wenig Wind - einige der schönsten Radwege in Follo.
Ruhige Wege durch zwei der reizvollsten Dörfer von Follo - praktisch keine Autos, hügeliges Ackerland und ein entspanntes Tempo. Ein willkommener Rhythmuswechsel nach dem schnellen Mittelteil.
Am Bahnhof von Kråkstad gibt es ein gemütliches Café, falls du eine letzte Stärkung brauchst. Von hier aus rollt die Route durch offenes Ackerland, vorbei an großen Feldern und Bauernhöfen - das Gelände ist sanft gewellt und fühlt sich nie wie ein richtiger Anstieg an, auch wenn sich die Kilometer summieren. Hinter Ski folgt ein kurzer, knackiger Anstieg, der sich zu diesem Zeitpunkt schwieriger anfühlt als er sein sollte. Auf dem Siggerudveien geht es genauso weiter - hügelig und abwechslungsreich, aber nicht schwer. Auf den letzten Kilometern geht es wieder hinunter in die Osloer Vororte und auf die flache Strecke zum Opernhaus.
Galerie






Karte und Höhenprofil
Highlights
- •Der Mørkveien ist das Herzstück der Runde und der Grund für ihren Namen. Du biegst kurz nach Spydeberg ein und bleibst 18 Kilometer am Stück darauf — glatter Asphalt, Wald auf beiden Seiten, kaum ein Auto. Hier heißt es Unterlenker greifen und laufen lassen.
- •Ab Ytre Enebakk öffnet sich Follo nach Süden. Lange Geraden hinter Ringvoll, große Felder zu beiden Seiten, kurvige Straße Richtung Kirche von Kroer. Kein alpines Drama, dafür durchgehend schön — und die Straße gehört fast dir allein.
- •Beide Kaffeestopps liegen in den Bahnhofsgebäuden von Spydeberg und Kråkstad, beide noch in Betrieb. Hefegebäck und Kuchen an beiden Stellen, und in Spydeberg leihen sie dir Werkzeug, wenn du welches brauchst.
- •Start und Ziel ist die Oper mitten in Oslo. Die ersten Kilometer aus der Stadt sind das Einzige, was an Verkehr erinnert — danach ist es Landstraße für den Rest des Tages.
Wichtig zu wissen
- ⚠Das Stasjonskafeen in Spydeberg hat montags geschlossen. Fährst du früh in der Woche, leg deinen Essensstopp stattdessen nach Kråkstad — damit du bei km 56 nicht vor verschlossener Tür stehst.
- ⚠Das Stasjonskafeen in Kråkstad liegt rund 400 Meter abseits der Route und schließt um drei. Das ist ein kurzer Abstecher, kein Stopp, an dem du einfach vorbeirollst. Bist du spät dran, plane die Pause woanders ein.
- ⚠Der steilste Anstieg kommt zwischen km 1,4 und 3,4, wenn die Beine noch frisch sind und du noch in der Stadt bist — 116 Höhenmeter mit knapp 6 Prozent. Da verschießt man leicht sein Pulver. Bleib locker, du hast noch 140 Kilometer vor dir.
- ⚠Die 1.662 Höhenmeter kommen in kleinen Portionen über den ganzen Tag, nicht als lange Anstiege. Du findest nie einen gleichmäßigen Rhythmus, und die kurzen Wellen summieren sich stärker, als das Profil vermuten lässt. Kleinvieh macht auch Mist.
- ⚠Am besten von März bis Oktober. Ein großer Teil der Strecke führt über offenes Ackerland, also windanfällig und kalt in der Nebensaison — hier gilt das Zwiebelprinzip.
Café und Wasser
- km 56Stasjonskafeen Spydeberg
Gemütliches Café mit guten Backwaren und Getränken. Brötchen und Sandwiches. Beliebt bei Radfahrern. Werkzeuge können bei Bedarf ausgeliehen werden.
- km 107Stasjonskafeen Kråkstad
Gleicher Stil wie das Stasjonskafeen in Spydeberg — gemütlich, gute Backwaren, beliebt bei Radfahrern.
Häufig gestellte Fragen
- Wie schwer ist sie?
- 142 Kilometer mit 1.662 Höhenmetern und kein Anstieg über 196 Meter. Die Route ist wegen der Distanz als schwer eingestuft, nicht wegen des Profils. Wenn du lange Tage im Sattel gewohnt bist, geht sie gut.
- Woher kommt der Name Mørkrunden?
- Die Route führt im Mittelteil an Mørk, am Golfplatz Mørk und über den Mørkveien vorbei. Der Name ist unter Radfahrern in Oslo und Follo eingeführt — wir haben ihn uns nur ausgeliehen. Am Golfplatz kommst du bei etwa km 69 vorbei.
- Muss ich Essen und Trinken mitnehmen?
- Nicht mehr als auf jeder langen Tour. Die beiden Bahnhofscafés sind die natürlichen Stopps, aber unterwegs liegen Tankstellen und Läden, wo du die Flaschen füllen und etwas kaufen kannst.
- Wie viel Verkehr ist unterwegs?
- Wenig, außer auf dem Enebakkveien aus Oslo heraus. Dort ist an Wochentagen einiges an Pendelverkehr. Sonntagvormittag gehören die Straßen fast dir allein — dann ist die Runde am schönsten.
- Wie unterscheidet sie sich von der Son-Route?
- Gleiches Follo-Terrain, aber die Mørkrunden ist 24 Kilometer länger und zieht nach Süden nach Østfold statt hinaus an den Fjord. Die Son-Route sind 118 Kilometer. Willst du den längsten Tag auf der Südseite von Oslo, nimmst du diese.
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Route Details
- Land
- Norway
- Region
- Oslo & Oslofjord
Für erfahrene Radfahrer. Erhebliche Höhenmeter und anspruchsvolle Distanzen.


