
Gjøvik — Oslo Gravel
Über diese Route
← Oslo & Oslofjord Cycling GuideEiner der großen Schotterklassiker Ostnorwegens - 149 Kilometer von den Ufern des Mjøsa-Sees bis zum Hafen von Oslo, durch tiefe Wälder, ruhige Feldwege und einige der besten Schotterstraßen des Kontinents. Da 80 % der Strecke auf unbefestigten Straßen verlaufen, eignet sich die Tour am besten für Schotter- und Mountainbikes – oder ein Rennrad mit Freiraum für breite Gravelreifen.
Die klassische Art, diese Strecke zu fahren, ist, den Gjøvikbanen von Oslo nach Gjøvik zu nehmen - etwa zwei Stunden - und den Tag mit der Heimfahrt zu verbringen. Der Zug fährt früh ab, die Waldwege sind morgens ruhig und die Ankunft in Sørenga am Oslofjord nach einem langen Tag in den Wäldern gehört zu den Raderlebnissen, die man nicht vergisst.
Vom Bahnhof Gjøvik aus geht es sofort hinauf in den Totenåsen - die erste große Prüfung, die mit Panoramablicken über Mjøsa und die weiten Bauerntäler von Toten belohnt wird. Dann geht es weiter nach Süden durch die offene Kulturlandschaft Hadelands, vorbei an Brandbu und in die tiefe Stille der Wälder von Hadeland, wo sich Schotterstraßen zwischen Waldseen und dichten Fichtenwäldern schlängeln. Der letzte Akt ist die Nordmarka von Norden nach Süden - vorbei an Gjerdingen, Sandungen und Kikut, dem Herzen von Oslos Outdoor-Spielplatz - bevor es die lange Abfahrt nach Maridalsvannet und in die Stadt darunter geht.
Dies ist eine dieser Fahrten, die fast zu schön klingt, um wahr zu sein: Du nimmst den morgendlichen Zug von Oslo nach Gjøvik, steigst aus dem Bahnsteig, schnallst dich an und fährst den Rest des Tages durch einige der schönsten Schotterpisten Ostnorwegens nach Hause. Als ich diese Strecke fuhr, nahm ich die frühe Gjøvikbanen und war schon um halb zehn unterwegs. Die Fahrt beginnt mit einem Paukenschlag: Direkt von Gjøvik aus führt die Straße steil hinauf zum Totenåsen und überwindet auf den ersten 20 Kilometern über 350 Höhenmeter. Der Schotter beginnt fast sofort, und die Aussicht auf den Mjøsa-See ist jeden Meter dieser ersten Anstrengung wert.
Der Abstieg vom Totenåsen führt dich nach Hadeland - offenes Agrarland mit hügeligen Schotterpisten und weiten Blicken auf den Randsfjord. Bei Kilometer 68 erreichst du Brandbu, einen Stopp, den du nicht auslassen darfst. Hier solltest du dich mit Lebensmitteln und Wasser eindecken, denn die nächsten Vorräte sind noch lange nicht aufgebraucht. Nach Brandbu biegt die Route nach Süden in die Wälder von Hadeland ab, und hier ändert sich der Charakter der Strecke komplett. Kilometer um Kilometer ruhiger Waldschotter, Fichten und Kiefern auf beiden Seiten, kleine Seen, die durch Lücken in den Bäumen auftauchen. Fast kein Verkehr. Nur das Knirschen der Reifen auf dem Schotter und gelegentlich ein Vogel. Dieser Abschnitt zwischen km 68 und 100 ist die Seele der Fahrt.
Der letzte Akt ist die Nordmarka - Oslos bewaldeter Hinterhof - der von Norden aus betreten wird. Der Anstieg hinter Mylla bei Kilometer 100 führt dich zum höchsten Punkt der gesamten Route auf 580 Metern. Von dort aus führen die Schotterstraßen in Richtung Süden an Gjerdingen und Sandungen vorbei nach Kikutstua. Halte dort für eine Waffel an - sie ist eine Institution und du wirst sie dir verdient haben. Die letzten 20 Kilometer führen durch den Wald an Sognsvann vorbei und hinunter in die Stadt. Ich kam in Sørenga an, als das Abendlicht schwand, und sprang direkt in den Fjord. Das war einer der besten Tage, die ich je auf dem Fahrrad hatte.

Kilometer für Kilometer
Verlasse den Bahnhof von Gjøvik und steige sofort in den Totenåsen auf. Die ersten Kilometer sind die schwierigsten - ein harter Anstieg, der mit einigen der schönsten Aussichten auf der gesamten Strecke belohnt wird: Mjøsa im Süden und die weiten, landwirtschaftlich genutzten Täler von Toten in der Ferne. Der Schotter beginnt hier und hört erst in Oslo richtig auf.
Vom Totenåsen geht es hinunter in die offene Kulturlandschaft von Hadeland. Hügeliges Terrain durch landwirtschaftlich genutztes Land mit Blick auf Brandbukampen und den Randsfjord. Brandbu ist der natürliche Zwischenstopp - hol dir hier Essen und Wasser, bevor du in die tiefen Waldabschnitte des Tages übergehen.
Der ruhigste und abgelegenste Abschnitt der Route. Kilometer um Kilometer erstklassiger Schotterstraßen durch dichte Fichten- und Kiefernwälder, vorbei an kleinen Waldseen und Jagdhütten. Fast kein Verkehr. Von der Senke bei Brandbu kletterst du stetig hinauf nach Mylla auf 580 m, den höchsten Punkt des Tages und die Schwelle zur Nordmarka.
Bei Mylla wechselst du in die Nordmarka und folgst den klassischen Schotterstraßen nach Süden, vorbei an Gjerdingen, Sandungen und Kikut — dem Herzen von Oslos Outdoor-Spielplatz. Leg in Kikutstua eine Pause für eine Waffel ein, bevor die lange Abfahrt über Maridalsvannet in die Stadt beginnt. Die Route endet in Sørenga am Oslofjord.
Galerie






Karte und Höhenprofil
Highlights
- •Mit dem Zug hinauf, nach Hause radeln — nimm die Gjøvikbanen nach Gjøvik und fahr zurück nach Oslo, ganz ohne Autologistik
- •Totenåsen direkt hinter Gjøvik: das härteste Klettern des Tages, mit Panoramablick über den Mjøsa-See vom Gipfel
- •Die Wälder von Hadeland — rund 30 km fast menschenleerer, erstklassiger Schotter zwischen Brandbu und Mylla, das stille Herz der Tour
- •Nordmarka von Norden, vorbei an Gjerdingen und Sandungen, mit Waffelpause in Kikutstua vor der letzten Abfahrt in die Stadt
- •Ziel ist Sørenga am Oslofjord — ein Sprung ins Wasser und ein Burger nach einem langen Tag im Wald
Wichtig zu wissen
- ⚠Das ist eine Einwegroute, gefahren von Gjøvik nach Oslo. Nimm die Gjøvikbanen morgens von Oslo hinauf nach Gjøvik (rund 2 Stunden, Räder erlaubt) und radle nach Hause in die Stadt — keine Autologistik.
- ⚠Zwischen Brandbu/Røykenvik (km 68) und Kikutstua (km 126) liegen 58 km Wald ohne Versorgung — nimm genug Essen und Wasser für die ganze Strecke mit. Beide Cafés sind montags und dienstags geschlossen; fährst du dann, ist der SPAR-Supermarkt in Brandbu direkt an der Route die einzige Versorgung vor dem Wald.
- ⚠Du brauchst breite Gravelreifen — 80 % ist Schotter, und schmale Straßenreifen reichen nicht.
- ⚠Nimm Werkzeug, einen Ersatzschlauch und eine Pumpe mit — die Wälder von Hadeland und die Nordmarka sind abgelegen, über weite Strecken ohne Geschäfte.
- ⚠Kikutstua hat saisonale Öffnungszeiten (am besten Mai–Oktober) — prüfe sie, bevor du dich darauf verlässt, besonders außerhalb der Saison oder unter der Woche.
- ⚠Hoch oben auf dem Totenåsen und in der Nordmarka kann es deutlich kälter sein als in den Tälern und in der Stadt — nimm eine zusätzliche Schicht mit.
Café und Wasser
- km 68Lokstallen RøykenvikMi–So 12:00–20:00, Mo/Di geschlossen
Ein beliebtes Café in der Gegend um Røykenvik/Hadeland, gut zwei Kilometer abseits der Route. Der letzte gute Verpflegungsstopp vor dem langen Waldabschnitt.
- km 126KikutstuaMi–So, Mo/Di geschlossen (saisonal, am besten Mai–Okt)
Die klassische Waldgaststätte der Nordmarka, gut einen Kilometer abseits der Route. Waffeln und Gebäck; saisonale Öffnungszeiten prüfen.
Häufig gestellte Fragen
- Wie funktioniert die Logistik?
- Die Route verläuft in eine Richtung, von Gjøvik nach Oslo, und fast alle fahren sie so: Nimm morgens die Gjøvikbanen von Oslo hinauf nach Gjøvik (rund 2 Stunden, Räder erlaubt) und radle die 149 km nach Hause nach Oslo. Du endest dort, wo du den Tag begonnen hast — kein Shuttle und kein zweites Auto nötig.
- Welches Rad brauche ich?
- Ein Schotter- oder Mountainbike — oder ein Rennrad mit Freiraum für breite Gravelreifen. 80 % der Route sind Schotter, schmale Straßenreifen reichen nicht.
- Wann fährt man sie am besten?
- Etwa von Mai bis Oktober, wenn die Waldwege schneefrei sind und Kikutstua geöffnet hat. Sommer und Frühherbst sind ideal.
- Schafft man sie an einem Tag?
- Ja — lang, aber mit 149 km gut machbar. Nimm den frühen Zug hinauf für einen ganzen Tag, und die meisten kommen mit Zeit für einen Sprung ins Wasser in Sørenga an.
- Wo kann ich mich verpflegen?
- In Brandbu und Røykenvik bei km 68 (Lokstallen liegt gut zwei Kilometer abseits der Route) und in Kikutstua bei km 126. Dazwischen liegen 58 km Wald ohne garantierte Versorgung, pack also genug für die ganze Strecke ein. Beachte: Beide Cafés sind montags und dienstags geschlossen — an diesen Tagen ist der SPAR-Supermarkt in Brandbu, 150 Meter neben der Route, deine sicherste Rückfalloption.
- Sollte ich von Gjøvik nach Oslo fahren oder umgekehrt?
- Gjøvik–Oslo ist die klassische Richtung: Du nimmst den Zug hinauf, es geht netto bergab in Richtung Stadt, und du endest am Fjord. Andersherum wartet zum Schluss ein langer Anstieg in den Wald.
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Route Details
- Land
- Norway
- Region
- Oslo & Oslofjord
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