
Menton Cols Loop
Über diese Route
← French Riviera Cycling GuideEine Runde ab Menton, die über die Grenze führt — die perfekte Einführung in die Straßen hinter der Stadt. Diese 61 km lange Tour fährt an der Küste nach Italien hinein und klettert dann über zwei kategorisierte Pässe: den Col de Vescavo von der italienischen Seite und den Col de Castillon von Sospel, bevor eine lange Abfahrt zurück ans Mittelmeer führt. Der Col de Castillon ist der letzte Pass der Route des Grandes Alpes, und in Sospel, zwischen den beiden Anstiegen, liegt das mittelalterliche Bergdorf mit seiner Mautbrücke aus dem 14. Jahrhundert, die im Zweiten Weltkrieg bombardiert und später wieder aufgebaut wurde.
Das war die erste Route, die ich von Menton aus fuhr, und sie bleibt eine perfekte Einführung in die Straßen hinter der Stadt: eine Grenzrunde, die nach Italien hineinführt, über zwei Pässe klettert und wieder ans Mittelmeer hinunterfällt. Die Route führt an der Küste nach Osten und überquert nach etwa 4 km die italienische Grenze — das Schild übersieht man leicht. Die Straße nach Ventimiglia ist flach und schnell am Meer entlang. Ich fuhr sie am Tag, als ich aus Norwegen ankam — eine kurze Runde, um nach der Reise die Beine locker zu bekommen — und da ich noch nicht viel gegessen hatte, hielt ich am Lidl in Ventimiglia, um mir etwas fürs Rad zu holen. Von dort biegst du nach Norden ab und folgst dem Roia-Tal leicht bergauf; bleib auf der alten Straße am Fluss statt im Tunnel — ruhiger und die deutlich schönere Fahrt.
Der Col de Vescavo ist der erste kategorisierte Anstieg — 6,3 km mit 4 % von der italienischen Seite, mit Beginn bei Olivetta und Gipfel an der französischen Grenze. Ein ruhiger, gleichmäßiger Anstieg, der Geduld mehr belohnt als harte Antritte. Die Abfahrt vom Gipfel bringt dich nach Sospel, ein mittelalterliches Bergdorf mit einer Mautbrücke aus dem 14. Jahrhundert, die im Zweiten Weltkrieg bombardiert und später wieder aufgebaut wurde. Der natürliche Ort, um die Tour zu teilen — ich trank einen Kaffee im Le Picoun im Dorfzentrum, doch das Café hat kurze Öffnungszeiten, plane den Stopp also um die Mittagszeit.
Der Col de Castillon ab Sospel ist der schwerere der beiden — 6,96 km mit 5 %, durchgehend gleichmäßiger, durch mediterrane Macchia, während sich das Tal hinter dir öffnet. Wo der Vescavo ein stiller Grenzpass ist, den die Rennen nie berührt haben, trägt der Castillon die Geschichte: Er ist der letzte Pass der Route des Grandes Alpes, der großen Alpenstraße, die hier über dem Mittelmeer endet, und die Tour de France hat ihn 27 Mal überquert, zuletzt 1952. Vom Gipfel auf 711 m sind es 15 km durchgehende Abfahrt zurück nach Menton durch Castellar und Gorbio, das Meer lange in Sicht, bevor du unten bist. Eine kompakte Runde, die weit mehr bietet, als ihre 61 km vermuten lassen.

Kilometer für Kilometer
Fahre von Menton aus entlang der Küste nach Osten und überquere nach 4 km die Grenze nach Italien. Die Straße ist flach und schnell und führt entlang der Mittelmeerküste nach Ventimiglia. Nimm nicht den Tunnel, sondern die alte Straße durch die Stadt.
Biege nach Norden ab und folge dem Tal des Flusses Roia leicht bergauf. Etwa bei Kilometer 24 beginnt der Col de Vescavo - 6,3 km mit durchschnittlich 4 %, der in Italien beginnt und in Frankreich endet. Ein gleichmäßiger, ruhiger Anstieg durch bewaldetes Gelände bis zum Gipfel auf etwa 480 m.
Eine rasante Abfahrt bringt dich nach Sospel. Dieses charmante Bergdorf hat eine restaurierte Mautbrücke aus dem 14. Jahrhundert. Mach vor dem zweiten Anstieg eine Pause für einen Kaffee oder ein Mittagessen in Le Picoun.
Der schwerere der beiden Anstiege - 7 km mit durchschnittlich 5 % ab Sospel. Die Straße klettert durch mediterrane Macchia mit Blick zurück ins Tal. Der Gipfel auf 711 m ist der höchste Punkt des Tages.
Eine schwungvolle 15 km lange Abfahrt zurück zur Küste. Die Straße führt durch Castellar und Gorbio, und das Meer ist schon lange vor dem Erreichen der Küste in Sicht. Schnell, sanft und ein passender Abschluss für die Schleife.
Galerie






Unterwegs
Karte und Höhenprofil
Wichtige Anstiege
Col de Vescavo
Cat 3Col de Castillon
Cat 2Highlights
- •Zwei Länder auf einer Runde: Du fährst aus Menton nach Osten, und nach nur 3 km überquerst du die Grenze nach Italien. Das Grenzschild übersieht man leicht. Die Strecke nach Ventimiglia verläuft flach und schnell am Mittelmeer entlang, bevor die Straße nach Norden ins Roia-Tal abbiegt.
- •Col de Vescavo: Der erste Anstieg beginnt in Italien und endet an der französischen Grenze. Mit 6,3 km bei gleichmäßigen 4 % belohnt er Rhythmus und Geduld, keine harten Antritte.
- •Sospel: Die Abfahrt vom Vescavo bringt dich nach Sospel, ein Bergdorf mit einer restaurierten Mautbrücke aus dem 14. Jahrhundert, die im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde. Der natürliche Kaffeestopp vor der zweiten Tageshälfte.
- •Col de Castillon: Die eigentliche Prüfung des Tages. Länger und gleichmäßiger als der Vescavo, mit 6,96 km bei 5 %. Er klettert durch mediterrane Macchia, während sich das Tal hinter dir öffnet. Die Tour de France hat ihn 27 Mal überquert, zuletzt 1952.
- •Die Abfahrt: Die letzten 15 km sind eine geschmeidige, kurvige Abfahrt zurück nach Menton, das Mittelmeer lange im Blick, bevor du die Küste erreichst.
Wichtig zu wissen
- ⚠Nimm die alte Straße, nicht den Tunnel: Bleib im Roia-Tal auf der alten Straße am Fluss, nicht im Haupttunnel. Sie ist ruhiger, sicherer auf dem Rad und die schönere Fahrt.
- ⚠Du überquerst eine Grenze, nimm einen Ausweis mit: Die Runde führt ein gutes Stück nach Italien. Es gibt keine Kontrolle, aber hab einen Ausweis dabei und prüf dein Roaming, bevor du dich aufs Handy verlässt.
- ⚠Teil dir die Kräfte ein: Der Vescavo ist mit 4 % der sanftere Anstieg. Der Castillon kommt später und hält 5 % über fast 7 km, lass also etwas für die zweite Hälfte übrig.
- ⚠Sospel ist die letzte Verpflegung: Füll in Sospel die Flaschen und iss etwas vor dem Col de Castillon. Zwischen Dorf und Gipfel gibt es wenig, und auf der Abfahrt nach Menton nichts.
- ⚠Lies die Kurven: Die Abfahrt nach Menton ist schnell. Sie ist geschmeidig, aber manche Kurven ziehen sich zu und haben wenig Sicht, fahr also nicht schneller, als du sehen kannst.
- ⚠Am besten im Frühling und Herbst: Der Sommer an der Riviera ist heiß, und die Küstenstraße wird voll. Frühling und Herbst bieten ruhigere Straßen und bessere Temperaturen zum Klettern.
Café und Wasser
- km 41Le Picoun, Sospel
Mitten in Sospel, direkt vor dem Col de Castillon. Der natürliche Ort zum Auffüllen zwischen den beiden Anstiegen. Ein entspanntes Dorfcafé, in dem man leicht länger sitzen bleibt als geplant. Zugleich die letzte richtige Verpflegung vor dem Gipfel und der Abfahrt zurück.
Häufig gestellte Fragen
- Welche Seite des Col de Vescavo fährt diese Runde hoch?
- Die italienische Seite, aus Olivetta hinter Ventimiglia. Das ist die ruhigere, gleichmäßigere Auffahrt. Die französische Seite von Sospel ist kürzer und flacher.
- Wer hält die Strava-KOMs?
- Am Col de Castillon fuhr Tadej Pogačar im April 2026 die KOM in 14:21. Am Col de Vescavo hält sie Richie Porte in 12:44. Beides sind Profizeiten auf Anstiegen, die die meisten deutlich ruhiger angehen.
- Waren diese Anstiege bei der Tour de France?
- Die Tour de France hat den Col de Castillon 27 Mal überquert, zuletzt 1952. Er liegt an der Route des Grandes Alpes, der Panoramastraße, die am Mittelmeer oberhalb von Menton endet.
- Welche Übersetzung brauche ich?
- Nichts Extremes, eine normale Übersetzung reicht. Bei 4 bis 5 % brauchst du keine spezielle Bergübersetzung, es geht eher um gleichmäßigen Rhythmus als um die leichtesten Gänge.
- Kann ich nur einen der Anstiege fahren?
- Ja. Kehr in Sospel nach dem Vescavo um für eine kürzere Hin- und Rückfahrt, oder starte in Sospel und nimm den Castillon allein. Die volle Runde ist aber der klassische Tag.
- Wann fährt man sie am besten?
- Frühling und Herbst. Im Sommer ist die Küste heiß und voll, in der Nebensaison sind die Straßen ruhiger und die Temperaturen zum Klettern besser. In diesen niedrigen Lagen geht es meist auch im Winter, nur nasser.
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Route Details
- Land
- France
- Region
- French Riviera
Für Radfahrer mit etwas Erfahrung. Spürbare Anstiege, die Form erfordern.