
Port de Pollenca - Cap Formentor
Über diese Route
← Mallorca Cycling Guide39,2 km und 853 Höhenmeter auf der vielleicht schönsten Halbinsel des Mittelmeers. Von Port de Pollença rollst du auf der Ma-2210 hinaus zum Cap de Formentor – mit kurzen, giftigen Rampen, Felsbögen und dem weißen Leuchtturm als Lohn am Ende.
Ich bin früh in Port de Pollença losgefahren, noch bevor der Hafen richtig wach war. Die ersten Kilometer entlang der Bucht sind flach, die Palmen werfen lange Schatten, und der Verkehr auf der Ma-2210 ist um diese Uhrzeit praktisch nicht vorhanden. Genau so musst du diese Runde angehen – jede Stunde später wird es voller, und im Sommer ist die Straße zum Kap tagsüber ohnehin für Autos gesperrt.
Dann kippt die Straße nach oben. Der Anstieg zum Mirador des Colomer ist der erste ernsthafte Brocken des Tages: Serpentinen durch Pinienwald, durch die Bäume siehst du die nächste Kehre schon über dir. Oben am Coll de la Creueta stehst du plötzlich an der steinernen Balustrade des Mirador, unter dir die zerklüfteten Klippen und die Felseninsel Es Colomer. Hier lehnen immer ein paar Rennräder am Geländer, und alle machen dasselbe Foto. Mach es trotzdem – der Blick ist es wert.
Nach dem Mirador wird es abwechslungsreich. Die Straße rollt über den Rücken der Halbinsel, kurze Rampen wechseln mit schnellen Abfahrten, und dann kommt er: der Felsbogen, der durch den Kalksteinsporn gehauen ist. Du fährst hindurch, der Asphalt glatt, und auf der anderen Seite öffnet sich der Himmel. Das ist der Moment, für den du hergekommen bist. Danach folgen noch ein paar kleine Tunnel, die Straße klebt an der Felswand, rechts fällt es steil ab.
Der letzte Anstieg zum Far de Formentor zieht sich. Der Leuchtturm taucht schon früh am Horizont auf, aber bis du wirklich dort bist, musst du noch ordentlich treten. In der letzten Kehre vor dem Turm steht fast immer ein Fotograf – lächle ihm zu, wenn du den Turm siehst, dann hast du hinterher ein Bild, auf dem du nicht wie ein gebrochener Mann aussiehst. Oben am Far de Formentor öffnet das Café normalerweise erst um 9.30 Uhr, also timing dein Tempo entsprechend. Der Kaffee ist gut, die Auswahl okay, und die Terrasse fällt 200 Meter senkrecht ins Mittelmeer ab. Ein Cortado hier oben gehört zu den Dingen, die man als Rennradfahrer auf Mallorca einmal gemacht haben muss.
Der Rückweg fährt sich völlig anders. Aus den Abfahrten werden Anstiege, aus den Anstiegen Abfahrten, und vor dir breitet sich die Badia de Pollença aus, mit dem Hafen und der Tramuntana als Kulisse. Wenn du zurück in Port de Pollença bist, ist der Ort wach, und an der Strandpromenade findest du genug radfahrerfreundliche Cafés für eine Ensaïmada zum Abschluss. 39 Kilometer, die länger nachwirken als die meisten 150er.
Kilometer für Kilometer
Flaches Einrollen entlang der Bucht, Palmen und Marina rechts. Die Ma-2210 zweigt nach Norden ab und wird sofort ruhiger. Perfekt zum Warmfahren für das, was kommt.
Die Straße kippt nach oben, Serpentinen durch Pinienwald. Am Coll de la Creueta erreichst du den Mirador mit Blick auf Es Colomer. Lehn das Rad an die Balustrade, trink einen Schluck und schau.
Welliges Auf und Ab, kurze harte Rampen, schnelle Abfahrten. Der signature Felsbogen durch den Kalksteinsporn kommt hier – das ikonische Foto der Runde. Danach klebt die Straße an der Felswand.
Karge, felsige Traverse, dann taucht der weiße Leuchtturm am Ende des Kaps auf. Die letzte Kehre ist die mit dem Fotografen. Oben stellst du das Rad ab und bist angekommen.
Cortado auf der Terrasse, 200 Meter Luft unter den Füßen. Das Café öffnet gegen 9.30 Uhr. Guter Kaffee, ok Auswahl, und ein Panorama, das den ganzen Anstieg rechtfertigt.
Dieselbe Straße, völlig anderes Erleben. Aus Abfahrten werden Anstiege. Vor dir öffnet sich die Badia de Pollença mit Hafen und Tramuntana-Kulisse im späten Vormittagslicht.
Galerie






Port de Pollenca - Cap Formentor — Map & Elevation
Wichtige Anstiege
Coll De Sa Creueta (Official, from roundabout to viewpoint)
Cat 3MIRADOR FORMENTOR (Cap) / www.pirenaica.com
Cat 3Tipps & lokales Wissen
- Starte früh – vor 8 Uhr ist die Ma-2210 fast leer, später kommen Busse und Mietwagen
- Plane das Tempo so, dass du nach 9.30 Uhr am Far de Formentor bist, dann hat das Café geöffnet
- Lächle dem Fotografen in der letzten Kehre vor dem Leuchtturm zu – das Bild bleibt
- Im Sommer ist die Zufahrt zum Kap tagsüber für Autos gesperrt, umso wichtiger ein früher Start
- Nimm Wind ernst: die Halbinsel ist exponiert, auf dem Rücken bläst es oft kräftig
- Gönn dir nach der Rückkehr eine Ensaïmada an der Promenade von Port de Pollença
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